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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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Lebt wohl! ich werde von euch Abschied nehmen ans meinemganzen Weg hindurch."

Die Alpen-Echo'S klangen in die weite Nacht zurückund sielen zu einem tönenden Hauche, der nicht der Erinne-rung aus der Jugend, sondern aus der tiefen Kindheit glich.Wir schwankten, ausgefüllt vom Genuß, durch thauendeGesträuche und umgebücktc schlaf- und thautrunkne Fluren,aus denen wir entschlummerte Blumen rissen, um morgenihre zugefaltete Schlafgestalt zu sehen. Wir dachten an diesonnenlosen Pfade des heutigen Morgens; wir gingen ohneLaut vor dem zwcrghaftcn Gärtchen und Häuschen vorüberund die Kinder und die brodbackende Frau wurden von denTodesarmcn deö Schlummers gedrückt und umflochten. DieZeit hatte den Mond, wie einen Sisyphusstcin, auf denGipfel deö Himmels gcwälzet und ließ ihn wieder sin-ken. In Osten stiegen Sterne, in Westen sanken Sterne,mitten im Himmel zersprangen kleine von der Erde abge-sandte Sternchen aber die Ewigkeit stand stumm undgroß neben Gott und alles verging vor ihr und alles entstandvor ihm. Das Feld des Lebens und der Unendlichkeit hingnahe und tief über uns, wie Ein Blitz, herein, und allesGroße, alles Uebcrirdische, alle Verstorbne und alle Engelhoben unfern Geist in ihren blauen Kreis und sanken ihmentgegen. ...

Wir traten endlich, ich an der Hand meiner Schwester,Gustav an Beatens Hand, stiller, voller, heiliger in unserkleines Lilicnbad, als wir es am Morgen verlassen hatten.Gustav schied zuerst von mir und sagte:in fünf Tagensehen wir uns wieder." Beaten führt' er ihrer Hütte zu,die in Luncnö Silberflammen loderte. Die weiße Spitze