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vom Kranken so viel littest, als ich von der Krankheit! Ichweiß ohnehin nicht, was ich öfter von dir zurücknehmc, mei-nen Tadel oder mein Lob!
Wir langten unter sprachlosen Gedanken in Untcrschec-rau an und fanden unfern bleichen Neiscgcnossen schon be-reit, meinen Gustav. Er schwieg viel und seine Worte lagenunter dem Drucke seiner Gedanken; der äußere Sonnenscheinerblich zu innerem Mondschein, denn kein Mensch ist fröh-lich, wenn er das Beste sucht oder zu finden hofft, was hic-nicden zu verlieren ist — Gesundheit und Liebe. Da insolchen Fällen die Saiten der Seele sich nur unter den leich-testen Fingern nicht verstimmen, d. h. unter den weiblichen:so ließ ich meine ruhen und weibliche spielen, die meinerSchwester.
Als wir endlich manchen Strom von Wohlgcruch durch-schnitten hatten — denn man geht oft draußen vor Blumen-Lüftchen vorbei, von denen man nicht weiß, woher sie wehen;— und als alle Freuden-Dünste des heutigen Tages imAuge zum Abendthau zusammcnflossen und mit der Sonnesanken; als der Thcil des Himmels, den die Sonne über-flammte, weiß zu glühen anfing, eh' er roth zu glühen be-gann, indeß der östliche Thcil im dunkeln Blau nun derNacht entgegen kam; als wir jedem Vogel und Schmetter-ling und Wanderer, der nach Lilienbad seine Richtung nahm,mit den Augen nachgezogen waren: — so schloß uns endlichdas schöne Thal, in das wir so viele Hoffnungen als Samenkünftiger Freuden mitbrachtcn, seinen Busen auf. — UnserEingang war am östlichen Ende; am westlichen sah uns diezur Erde herabgegangenc Sonne an und zerfloß gleichsamaus Entzücken über ihren angewandten Tag in eine Abend-