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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
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länger als ich, weine weniger als ich und vergiß michdoch nicht gänzlich. Ach hast Du mich denn sehr geliebt,Du Thcure, Du Verscherzte? . .

Gustav F.

Abends unter dem Zusiegeln des Briefs fuhr Bcatazum Schloß-Thor hinein. Als er ihre Lichtgcstalt, die baldmit so vielen Thränen sollte bedeckt werden, heraus steigensah: prallte er zurück, schrieb die Aufschrift, ging zu Betteund zog die Vorhänge zu, um recht sanft zu weinen.Dem Romanen-Steinmetz Oefel eilte er vorzüglich aus demWege, weil seine Mienen und Laute nichts als unedle Triumpheseines weissagenden Blickes waren; und sogar Gustavs Nie-dergeschlagenheit rechnete er noch unedler zu seinen Trium-phen. . . .

Im Grunde wollt' ich, der Henker holte alle Welttheileund sich dazu; denn mich hat er halb. Wenige wissen, daßer mich diese Biographie nicht zu Ende führen lässet. Ichbin nun überzeugt, daß ich nicht am Schlage (wie ich mirneulich unter meinem gefrornen Kopfzeug einbildete), nochan der Lungensucht (welches eine wahre Grille war) sterbenkann; aber bürgt mir dieses dafür, daß ich nicht an einemHerzpolypen scheitern werde, wofür alle menschliche Wahr-scheinlichkeit ist? Zum Glück bin ich nicht so hartnäckigwie MusäuS in Weimar, der das Daseyn des seinigen,den er so gut, wie ich den mcinigcn, mit kaltem Kaffee großgeätzet, nicht eher glaubte, als bis der Polype sein schönesHerz verstopft und ihm alle Wiegenfeste und alle Wünschefür die seiner Gattin genommen hatte. Ich sage, ich merkebesser auf Vorboten von Herzpolypen: ich verberge mir es