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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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ausgebrannte Herz müssen die Menschen haben, welche imAngesichte des ersten Tages, der sie unter 364 andre gebückte,ernste, klagende und zerrinnende hinein führet, die tobendeschreiende Freude der Thiere dem Weichen stillen und ansWeinen grunzenden Vergnügen des Menschen vorzuziehcn imStande sind! Ihr müsset nicht wissen, was die Wörter ersterund letzter sagen, wenn ihr nicht darüber, sie mögen einemTage oder einem Buche oder einem Menschen gegeben wer-den, Liefern Athem zieht; ihr müsset noch weniger wissen,was der Mensch vor dem Thiere voraus hat, wenn in euchder Zwischenraum zwischen Freude und Sehnsucht so großist und wenn nicht beide in euch Eine Thränc vereinigt!Du Himmel und Erde, eure fetzige Gestalt ist ein Bild(wie eine Mutter) einer solchen Vereinigung: die in unserfrierendes Auge tröstend hinein blickende Lichtwelt, die Sonne,verwandelt den blauen Aether um sich in eine blaue Nacht,die sich über dem blitzenden Grund der beschneiten Erde nochtiefer schattirt, und der Mensch sieht sehnend an seinem Him-mel eine herübergezogene Nacht und Eine Licht-Ritze, dietiefe Oeffnung und Straße gegen hellere Helten hin. . . .

Die vergangne Nacht führt noch meine Feder. Es istnämlich in Auenthal wie an vielen Orten Sitte, daß in derletzten feierlichen Nacht des Jahrs auf dem Thurm aus Wald-hörnern gleichsam ein Nachhall der verklungnen Tage odereine Leichenmusik des umgesunknen Jahrs ertönt. Als ichmeinen guten Wuz nebst einigen Gehülfen in der unternStube einiges Geräusch und einige Probe-Töne machen hörte,stand ich auf und ging mit meiner längst wachen Schwesterans enge Fenster. In der stillen Nacht hörte man den Hin-auftritt der Leute auf den Thurm. Uebcr unser Fenster lag