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Schimmer. „Ihre Schwester ist noch glücklich!" sagte siemit einem Trauerton, der allmächtig ist, wenn man ihn daserstemal von schönen und sonst lachenden Lippen hört. „Achich wollte (sagte er mit sympathetischem Kummer), ich hätteeine Schwester." — Sie sah ihn mit einer kleinen forschen-den Verwunderung an und sagte: „auf dem Theater mach-ten Sie heute gerade die umgekehrte Nolle gegen die nämlichePerson." Dort nämlich gäb' er sich fälschlich für einenBruder der Beata, hier fälschlich für keinen ans, oder viel-mehr, hier kündige er ihr seine Liebe aus. Sein fragendesErstaunen hing an ihrem Munde und schwebte ängstlich zwi-schen seiner Zunge und seinem Ohre. Sic fuhr gleichgültigfort: „Freilich sagt man, daß leibliche Brüder und Schwe-stern sich selten lieben; aber ich bin die erste Ausnahme;Sie werden die zweite seyn." Sein Erstaunen wurde Er-starren. . . .
Es würde dem Publikum auch so gehen, wenn ich nichteinen Absatz machte und cö belehrte, daß die Residcntin garwohl die Lüge geglaubt haben kann (im Grunde muß), diesic ihm sagte. — Leute ihres Standes, denen das l?»l-io8oder Lustbarkeitcn-Konzertö immer in die Ohren reißet, hörenunebenbürtigc Neuigkeiten nur mit tauben oder gar halben— sic kann mithin noch leichter als der Leser (und wer stehtmir für den?) den verlornen Sohn der Röperiu und desFalkcnbergs mit dem gegenwärtigen der Rittmeistern: unddes Falkenbergs vermenget haben. — Ihr bisheriges Be-tragen ist so wenig wider meine Vermuthung, als das bis-herige des angeblichen GeschwistcrpaarS gegen ihre war;glcichwol kann ich mich verrechnen.
Dieses Verrechnen wird aber durch ihr weiteres Be-