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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
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edler Liebe an ihr Herz geweht, wie oft ein Blütenblattzwischen die gebaiztcn Federn oder Brillantcn-Blumcn desDamenhuts herunter zittert aber ihr Stand formte baldihren Busen zu einem Pot-Pourri um, auf dem gemalteBlumen der Liebe und in welchem ein faulender Blüten-Schober ist. Alle ihre Verirrungen chlieben jedoch in denengern und schönen: Gränzen, an denen eine unsichtbare Handeines unauslöschlichen Gefühles sie anhiclt. Die Mini-sterin hatte dieses Gefühl nie gehabt und ihre Herzens-Schreibtafel wurde immer schmutziger, je mehr sie hineinschrieb und heraus wischte. Diese konnte durchaus keinenedlen Menschen blenden; jene könnt' cs.

Jetzo nach dieser Abschweifung kann der Leser nicht mehrirre werden, wenn Bouscns Betragen gegen Gustav wederaufrichtig noch verstellt, sondern beides ist. Sie zeigte ihmdas Nachtstück, das der russische Fürst dagclafscn und dassie der richtigem Beleuchtung wegen in ihrem Kabinetteaufgehangen hatte. ES stellte blos eine Nacht, einen aus-gehenden Mond, eine Indianerin, die ihm auf einem Bergeentgcgenbetct, und einen Jüngling vor, der auch Gebet undArme an den Mond, die Augen aber auf die geliebte Be-terin an seiner Seite richtete; im Hintergrund beleuchtetenoch ein Johanniswürmchen eine mondlose Stelle. Sic blie-ben im Kabinct, die Residentin verlor sich in die gemalteNacht, Gustav sprach darüber: endlich erwachte sie schnellans ihrem Schauen und Schweigen mit den schlaftrunknenWorten:meine Geburtfeste machen mich allemal betrübt."Sie zeichnete ihm zum Beweise fast alle dnnklern Partienihrer Lcbenögcschichte vor; das Trauer-Gemälde nahm seineFarben von ihrem Auge und ihrer Lippe und seine Seele