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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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ewigen Tempel, der sich bis an die Unendlichkeit hinaufwölbt,mitten im Kreise von singenden Chören, heiligen Stätten,opfernden Altären, vor einem Altäre betäubt niederfallcn undbeten will: o so sinkt er ja so gut wie seine Thräne zuBoden und redet nicht! Aber die gute Seele weiß, wersie liebt und schweigt, sic übersieht das stille Auge nicht, dassie begleitet, sie vcrgissct das Herz nicht, daS stärker klopftund doch nicht reden kann, und den Seufzer nicht, der sichverbergen will. Aber, Bcata, doch! wenn einmal die-ses Auge und dieses Herz ihr Schweigen geendigt, wenn siein der seligsten Stunde mit allen Kräften der liebendenNatur zur geliebten Seele haben sagen dürfenich liebe dich:"so ist's hart und schwer, wieder stumm zu werden, es thutso wehe, das emporgehobne flammende drängende Herz wie-der in eine enge kalte Brust zurückzudrückcu dann willim Innersten die stille Freude in stillen Kummer zerrinnenund schimmert traurig in diesen, wie der Mond in den Re-genbogen, den die Nacht aufrichtet. . . . Bcata! ich kannkeine Bitten haben und keine wagen; ich kann mir daS Edenmalen, daS mir Beatens Blicke und Worte geben können,aber ich darf es nicht begehren; ich muß ans Ufer des Sil-bcrschattcns, der uns schon im Traum und jetzo wie einbreiter Strom im Leben scheidet, mich mit allen meinenWünschen heften; aber, Thcucre, wenn ich'S nicht zuweilenhöre, wem das kostbarste Herz sich gcschenkct hat, wie sollich den Muth behalten, cs zu glauben? Wenn ich die-ses holde Herz unter so viel guten und erhöhten Menschenerblicke und dann zu mir sagen muß, ach ihr alle verdientes glcichwol nicht: so sinkt ein freudiges Staunen aus mich,daß cs meiner Seele sich gegeben, und ich glaub' cs kaum.