137
dankte dem Laube, daß cs zu Ihren Füßen lag und mir Sienicht verdecken konnte; aber ich hätte alle dornichte Blättervon der Stechpalme pflücken wollen, hinter denen Sie ver-schwanden und von mir gingen. „O könnt' ich ihr — dacht'„ich — den herbstlichen Weg mit jungen Blumen und Schmet-terlingen bestreuen, könnt' ich sie mit Blüten und Nachti-gallen umzingeln und vor ihr die Berge und die Wälder„mit dem Frühling überdecken: aber! wenn sie dann vor„Freude bebte und mich ansehen und mir danken müßte ..Aber diese Blüten, diese Nachtigallen, diesen Frühling habe»Sie mir gegeben; Sie haben über mein Leben einen ewigenMai gesandt und aus einem Menschcn-Augc Freudenthräncngeprefsct — allein was vermag ich zu geben? — Ach, Beata,was Hab' ich Ihnen zu geben sür dieses ganze Elysium, wo-mit Sie das schwarze Erdreich meines Lebens durchwinden
und überblümen, und für Ihr ganzes, ganzes Herz?-
Meines-das hatten Sie ja schon ohnedas und weiter
Hab' ich nichts; für alle schöne Stunden, für alle Ihre Reize,für alle Ihre Liebe, für alles was Sie geben, Hab' ich nichtsals nur dieses treue, glückliche, warme Herz. . . .
Ja, ich habe nur dieses; aber wenn der göttliche Funkeder höchsten Liebe im Mcnschen-Herzcn glühen kann, so ruhter in meinem und brennt für die, die ich nur lieben, abernicht belohnen kann. — Du höherer Funke wirst in meinemHerzen für sie sortglimmen, wenn cs Thräncn überschwemmen,oder Unglück zusammendrückt, oder der Tod cinäschcrt. . . .Beata! auf der Erde kann kein Mensch dem andern sagen,wie er ihn liebe. Die Freundschaft und die Liebe gehen mitverschlossenen Lippen über diese Kugel und der innere Menschhat keine Zunge. — Ach, wenn der Mensch draußen im