viel stärkere", sagt' er; — „weiter gibt's keine größere",sagte sie; — „o doch! ich bin ja dein Bruder nicht", sagt'er und siel mit liebetrunknen Augen vor ihr nieder und gabihr ein Papier, das sie aus ihrem bisherigen Jrrthum zogund sie dafür in eine kleine Freuden-Ohnmacht stürzte. Sicerschienen alle vier vor dem Gutsherrn und Kranz-Kollator(der Fürst spielte diese Nolle sogar ans dem — Theater)und jede kam seiner Wahl durch eine Bitte und Lobrede fürihre Schwester und durch seine Jnvcktivcn aus sich selberzuvor. Der kokcttirende Wicht Pcrrin quästionirte: solltedie Liebe andre Rosen brauchen als ihre eigne? — Mariegab eine fliegende Schilderung von den Vorzügen, deneneine solche Bekrönung gebühre und die zum Theil feine Zügeaus BousenS Bilde waren. Der Gutsherr sagte: dieseschwesterliche Unparteilichkeit, die so sehr zu bewundern seiwie die Verdienste, die sie zu belohnen suche, verdiene zweiRosenkrvncn, eine um belohnt zu werden, und eine um selberzu belohnen; (niemand, siel der scheinbar den Damen undwirklich dem Fürsten schmeichelnde Oefcl ein, theilt Kronenschöner auö, als wer sic selber trägt); und sie würden sichvon ihm in nichts als in der Unparteilichkeit und Schön-heit unterscheiden, wenn sie an seiner statt vielleicht wie erwählten, wem der Rosenkranz, eh' der Schmetterling vonihm flöge — einer von Brillanten war mit einer Zittcrnadclin die größte Rose gesteckt — auszusetzcn sei. . . . „UnsererRosen-Königin!" riefen die Schwestern und brachten denKranz der Resident«: hin."
So weit das Drama. Oefel war nichts lieber undglücklicher als die schmeichelnde Folie des andern. UebrigenSsah sein Stück wie eine Idylle von Fontenelle aus. Die