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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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doch eben so viel geschätzt wie Nnmoralität. Drittens:wie die alten Patriarchen darum ein langes Leben bekamen,um die Erde zu bevölkern, so haben sich viele Kosmopolitenin der nämlichen Absicht ein kurzes vorgenommcn und gerndas Leben von andern Menschen mit einem Curtius-Sturzin den tödtlichen Schlund erkauft. ES ist aber noch die Frage,ob ich Recht habe. Die vierte Ursache kenn' ich aus ge-heimen mystischen Gesellschaften, wo eben jene Menschen-Segmcnte sic kennen lernten. Heutiges Tages muß jedeSeele von Stand dcöorganisirt und entkörpertwer-den. Hier hat man nun nicht mehr als zwei ganz verschiedneOperazionen. Die kürzeste und schlechteste meines Erachtensist die, daß sich der Mensch aufhcnkt und daß so die Seeleden Körper von sich wie eine Warze ab bindet. Ich würdekeinen Großen deshalb tadeln, wenn ich nicht wüßte, daßer die weit bessere und sanftere Operazion vor sich habe,wodurch er seinen Leib gleichsam als die Form, worein diegeistige Statue gegossen ist, bloS gliedweise ablösen kann.Ich will hier nicht in den Fehler der Kürze, sondern lieberin den entgegengesetzten fallen. Also: der Körper ist nachPhilosophen, die auch eine Seele haben, bloö ein Werkzeug,ihre und unsre auszubilden und sie an die Entbehrung diesesWerkzeugs zu gewöhnen. Die Seele muß alle Fäden, diesie an den Klumpen schnüren, nach und nach zerfressen undabbcißen. Er ist ihr das, was den Kindern, die schwimmenlernen, der korkene Küraß *) ist: täglich muß sie diesen Küraß

*) Zückcrt in seiner Diätetik schlägt einen korknen Küraß vor,der über dem Wasser aufrecht erhält und den man, sowie die Fertigkeit, oben zu schweben, wachse, beschneidenkönne.