Fünf und dreißigster oder Andreas-Sektor.
Tage der Liebe — Ocfels Liebe — Ottomars Schloß unddie Wachsfiguren.
^ch tunke heute schon wieder in mein biographisches Dinten-faß, weil ich nunmehr mit meinem Gebäude bald an dieGegenwart stoße — am heil. Wcihnachtfeste hoff' ich nachzu scyn; — ferner weil heute Andrcastag ist und weil meinHausherr unter dem Geschrei seiner Kinder einen Birkenbaumin die Stube und in einen alten Topf eingestellt hat, damiter zu Weihnachten die silbernen Früchte trage, die man ihmanbindct. Ueber so etwas vergeff' ich Gcrichttagc undTermine.
Gustav wachte am Morgen nach der Liebeerklärung nichtaus seinem Schlafe — denn darein konnte nach diesem König-schuß im Menschenleben nur ein menschlicher Dachs odereine Dächsin fallen — sondern aus seinem brausenden Freu-dcn-Ohrenklingen auf. Entzückungen zogen im Ringel-tanz um sein inneres Auge und sein Bewußtseyn langte kaumzu seinem Genießen zu; welcher Morgen! In einem solchenBrautschmuck trat die Erde nie vor ihn. Es gefiel ihm alles,sogar Oesel, sogar das Oefelsche Prahlen mit Beatens Liebe.Das Schicksal hatte heute — den Verlust seiner Liebe aus-genommen — keine giftige Spitze, keinen eiternden Split-ter, den er nicht gleichgültig in seine von der ganzen Selig-keit bewohnte und gespannte Brust eingelassen hätte. Soersetzt oft die höchste Wärme die höchste Kälte oder Apathie;