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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
Seite
98
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Her an alle Phantasien meiner Fiebernächtc; das cingctauchteAll stieg blutrot!) daraus herauf und alle Menschen schienenmir an einem langen User einen Strom zusammen zu bluten,der über die Erde hinaus in eine saufende Tiefe hinab sprang Gedanken, häßliche Gedanken rückten vor mir grinzcndvorüber, die kein Gesunder kennt, keiner nachschafft, keinererträgt, und die blos liegende Krankcnseelen anbcllen. Wärekein Schöpfer: so müßt' ich vor den verborgnen Angst-Sai-ten erzittern, die im Menschen aufgezogen sind und an denenein feindseliges Wesen reißen könnte. Aber nein! du all-gütiges Wesen! du hältst deine Hand über unsre Anlagezur Qual und legest das Erden-Herz, worüber diese Saitenaufgewundcn sind, auseinander, wenn sie zu heftig beben!...

Der Kamps meiner Natur wurde endlich zu einem ohn-mächtigen Schlummer, aus dem so viele blos erwachen, umunter der Erde zu sterben. Darin trug man mich in dieeinsam stehende Kirche. Der Fürst und mein Spitz warenmit dabei; aber blos der erste ging wieder fort. Ich lagvielleicht die halbe Nacht, bis das Leben durch mich zuckte.Mein erster Gedanke riß die Seele immer auseinander. Vonungefähr trat der Hund auf mein Gesicht; plötzlich senktesich eine Beklemmung, wie wenn eine Riesenhand meine BrustHöge, tief auf mich herein und ein Sargdeckel schien mir wieein aufgehobnes Rad über mir zu stehen. . . . Schon dieBeschreibung schmerzt mich, weil die Möglichkeit der Wie-derholung mich ängstigt. . . . Ich stieg aus der sechseckigenBrutzelle des zweiten Lebens; der Tod streckte sich vor mirweit hin mit seinen tausend Gliedern, den Köpfen und Knochen.Ich schien mir unten im chaotischen Abgrund zu stehen undoben weit über mir zog die Erde mit ihren Lebendigen. Mich