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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
Seite
89
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das fallende Gewölk entblößte zwei Geister, Beata nnd Aman-dus dieser wollte jene in Gustavs Arme führen, aber erkonnte nicht in den Silberschatten hinein Gustav wollteihr in die ihrigen entgegcnfallen, aber er konnte nicht ausdem Silbcrschatten hinaus.Ach, du bist nur noch nichtgestorben, rief Gustavs Seele, aber wenn die letzte Sonnehinunter ist: so wird dein Silberschatten über alles stießenund deine Erde von dir flattern und du wirst an deineFreundin sinken" eine Sonne um die andre zergingBeata breitete ihre Arme hernieder die letzte Sonne ver-sank ein Orgelton, der Welten und ihre Särge zerzitternkonnte, klang wie ein fliegender Himmel herüber und losetedurch sein weites Beben die Faser-Hülle von ihm ab undüber den ausgebreiteten Silberschatten wehte ein Entzücken

und hob ihn empor und er nahm-die wahre Hand von

Beata und sagte, indem er wachte und träumte und nichtsah, die Worte zu ihr:o nimm mich ganz, glückliche Seele,nun Hab' ich dich, geliebte Beata, auch ich bin todt." IhreHand hielt er so fest wie der Gute die Tugend. Ihr ver-suchtes Loswinden zog ihn endlich aus seinem Eden undTraum; seine glücklichen Augen gingen auf und vertauschtendie Himmel; vor ihnen stand erhaben der weiße vom Mondeüberschwemmte Grund und die Aue des Parks und die tau-send zu Sternen verkleinerten Sonnen und die geliebte Seele,die er vor dem Untergänge aller Sonnen nicht erreichenkonnte. Gustav mußte denken, der Traum sei aus seinemSchlafe inö Leben übergezogcn, und er habe nicht geschlafen;sein Geist konnte die großen steilen Ideen vor ihm nicht be-wegen und nicht vereinigen.In welcher Welt sind wir?"fragte er Beata, aber in einem erhabnen Tone, der beinahe