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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
Seite
87
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ihm nieder (sie wollt' cs nicht auf einmal oder auch mit demFuße thun), um sie wegzunehmcn, damit er nicht in ihreSpitzen hincinsielc. . . .

Wahrhaftig ein Alphabet oder 23 Bogen sollt' ich mitdiesem Auftritt voll zu machen haben; zum Glück geht ererst recht an, wenn er erwacht, und der Leser ist heute derglücklichste Mann. . . .

Sic war nun schon wie ein Veteran vertrauter mit derGefahr und war so gewiß, er würde nicht erwachen, daß sieaufhörtc, es zu befürchten, und beinahe ansing, es zu wün-schen. Denn cs siel ihr ein,die Nachtluft könnt' ihm schäd-lich seyn." Es siel ihr ferner ein, wie beide Freunde soerhaben neben einander ruhten; und ihr blaueö Auge bcsreietesich von einem Thautropfen, von welchem ich nicht weiß, ginger für das außer der Erde pochende oder für das in ihr still-stehende Herz herab. Endlich machte sic ernsthafte Anstaltenabzugchcn, um überhaupt in der Entfernung ihn durch einGeräusch zu wecken und um ihren Rührungen ohne Furchtseines Erwachens nachzuhängen. Sic wollte blos noch beiihm Vorbeigehen (denn 4'/, Schritte stand sic ab), weil sicauf der andern Seite des Berges hinunter mußte (sic hättedenn umkehrcn wollen). Sein Lächeln verkündigte immergrößere Entzückungen und sie war freilich begierig, wie csnoch auf seinem Gesichte ablaufen würde, aber sie mußte denlächelnden Träumer verlassen. Da sie also zwei zögerndeSchritte sich ihm genähert hatte, um sich mehre von ihm zuentfernen : so fing auf einmal die Orgel der einsamen Kirchevon Ruhestatt, wo heute Ottomar begraben worden, mittenin der Nacht so ernst und klagend zu gehen an, als wennder Tod sie spielte; und Gustavs Angesicht wurde plötzlich