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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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sic, wenn sie einen von den Ihrigen begraben lassen, nichtzu Hause sind.

Auf einmal legte sich der Doktor auf das Pult desBeichtstuhls nieder und bedeckte das Gesicht; er stand wiederauf und sah mit einem Auge, das er nicht abtrockncn konnte,nach dem aufgcdccktcn Leichnam hin und suchte vergeblich znsehen. Gustav schaucte auch hin und die Gestalt war ihmbekannt, aber kein Name, um welchen er vergeblich den sprach-losen Doktor fragte endlich nannte der Lcichcnrcdncr denNamen. Ich brauch' es nicht erst in Doppel-Fraktur zusagen, daß der Todte, aus dem jetzo so viele harte Augenund ein Paar trostlose ruhten, so aussah wie der Schauspie-ler Rein ecke, dessen edle Bildung nun auch der schwereGrabstein auseinander drückt ich Hab' cs nicht nöthig,dem Pastor den Namen O ttomar nachzusprechcn. Der armeDoktor schien seit einiger Zeit bestimmt zu sepn, daß derSchmerz seine Nerven zu einem Nerven-Präparat her-auslöscte und sich daran übte. Sonderbar war's, daß Gustavnicht am gestorbenen, sondern blos am traurendcn FreundeAnthcil nahm.

Der gute Medizinalrath knüllte das Gesangbuch, dasunter seiner Hand lag, gewaltsam zusammen; er hörte nichtdas Abreiten des Fürsten, der nur drei Minuten da gewesen,um sich den Todtenschcin zu holen, aber jedes Wort desPastors vernahm er, um von der neuesten Krankheitgcschichteseines Freundes etwas zu erfahren; allein er erfuhr nichtsals seine Todeöart (hitziges Fieber). Endlich war alles vor-bei und er ging stumm und zwischen die Traucrkerzcn hin-cinstarrend, auf die Bahre zu, schob, ohne Blick und Laut,was ihn hindern konnte, weg mit der linken Hand und zuckte