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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
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kum, in dessen Dienst ich mich so elend gemacht, auslachcn,wenn mich den Pflug-Ochsen -wie eine Krähe nachschrei-tcn sähe. Ist das Rechtschaffenheit? Muß ich nicht ohnehinalle Nacht zwischen den Armen von zwei Pudeln schlafen,die ich mit meiner Lungcnsucht anstelle» will, wie ein Ehe-mann von Stande? Bin ich aber dann, wenn ich die zweiBeischläfer durch Nacht- und Morgengabc mit meinem Nebeldotirt habe, des Malums selber los, oder sagt nicht vielmehrHerr Nadan de la Richebaudiärc, neue Hunde müßt' ichkaufen und inflziren, weil eine halbe Hunde-Menagcrie zumAusladen eines einzigen Menschen nöthig ist? So kannich mein Honorar blos in Hunden verthun. Ich will denSchaden sogar verschmerzen, den meine Rechtschaffenheit dabeileidet, weil ich mich gegen die armen cinsaugendcn Hunde,deren Lungenflügel ich lähmen und beschneiden will, so freund-lich wie Große gegen die Opfer ihrer Rettung stellen muß.

Inzwischen ist doch das noch das verdrießlichste Skan-dal, daß ich gegenwärtig im Viehstall schreibe: denn diesersoll auch (nach neuern schwedischen Büchern) eine Apothekeund einen Seehavcn gegen kurzen Athcm abgcben. Meinerwollte sich indeß noch nicht verlängern, ob ich gleich schondrei Trinitatis hier sitze und drei lange Scktorcs (gleichsamJosephs Kinder) am Geburtorte viel dümmerer Wesen indie Welt setze. Man muß selber an einem solchen Orteder Hektik wegen im juristischen oder ästhetischen Fache (weilich beides Belletrist und Rechtskonsulent bin) gearbeitethaben, um auö Erfahrung zu wissen: daß da oft die erträg-lichsten Einfälle viel stärkere Stimmen als die der litera-rischen und juristischen Richter gegen sich haben und dadurchzum Henker gehen.