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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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langsam ins Gral» hinab. Ein Sterbender sieht die Men- ^schen und ihr Thun schon in einer ticsen Entfernung ver-kleinert; ihm sind unsre kleinen Höflichkcitregeln wenig mehr alles ist ihm sa nichts mehr. Er bat, ihn mit Gustavund Beata allein zu lasten; seine Seele hielt noch den sich nie-dcrbeugcnden Körper; mit einer abgebrochnen, aber genesenenStimme redete er das bebende Mädchen an:Beata, ich werdesterben, vielleicht heute Nacht in meinen schöncrn TagenHab' ich dich geliebt, du hast cs nicht gewußt ich gehemit meiner Liebe in die Ewigkeit O Gute! reiche mirdeine Hand (sie that's) und weine nicht, sondern spreche;

ich habe dich so lange nicht gesehen und nicht gehörtAber weinet ihr beide nur; euere Thränen machen mich nichtmehr weich, in meine heißen Augen kamen, so lang' ich liege,keine o weinet sehr bei mir: wenn man träumt, man ><

wein' auf einen Todten, so bedeutet es Gewinn.-Ja,

ihr zwei schönen Seelen, ihr findet niemand, der euch glei-chcn, der euere Liebe verdienen kann, ihr seyd allein

O Beata, auch Gustav liebet dich und sagt es nicht Wenndu dein schönes Herz noch hast, so gib es Ihm, auf derganzen Erde verdient nur cr's, gib es Ihm du machestIhn und mich glücklich, aber gib mir kein Zeichen, wenndu ihn nicht lieben kannst." ...... Jetzt ergriff er noch

die Hand Gustavs, dessen Gefühle gegen einander wehendeStürme waren, und sagte mit aufgcrichtcten Augen der be-glückenden Tugend:Du unendliches gütiges Wesen! dasmich zu sich nimmt, schenke diesen zwei Herzen alle schoneTage, die mir vielleicht hier beschieden waren ja nimmsie aus meinem künftigen Leben, wenn ich etwa in diesemkeine mehr zu erwarten hatte." ...... Hier zog der fal-

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