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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
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Schönheit war die einzige Sache, worüber er mit andernSchönheiten begeisternd sprechen konnte; und er konnteam frischesten alle Wcltreize in Einen Morgen zusammen-drängcn, wenn er seinen Eintritt aus der Erde hinauf indas hohe Weltgebäude beschrieb. Auf jedes Wort und Bild,das er sagte, oder sie zurückgab, war eine Seele geprägt,die sie einander zugetrauet hatten. Plötzlich schwieg er mitweiten glänzenden Augen ihm war, als gehe in seinerSeele ein Zauber-Mond auf und scheine über ein weitesdämmerndes Land und ein Engel seiner Kindheit steh' imBlütenlande und nehm' ihn in seine Arme und drück' ihn soan sich, daß das Herz an ihm zerflösse .... Und woraufruhte dieses innere Landschaststück? Woraus das berühmteStraßburger Uhrwerk ruht aus einem Thierhals: diesesliegt nämlich auf einem Pegasus-Nacken; seines trugen dieHälse des zufällig vor dem Schlosse heimgehendcn Weide-viehs, an denen solche Glocken hingen, die denen der HeerdeReginens ähnlich klangen und die mithin die ganze Ju-gendszene mit ihren Tönen wieder in seine Seele setzten. . . .In einer solchen Stimmung hätt' er in einer Nazional-Ver-sammlung geredet; auch machte der Tumult, der beide ein-faßte, sie einsamer und vertraulicher: kurz er erzählte ihrmit Feuer und historischen Auslassungen seine Schäferei mitEinem Lamm auf dem Berg. Dieses Schwärmen stecktesie (wie jedes alle Weiber) so sehr an, daß sie ansingzu schweigen.

Die Noth zwang beide, jetzt einen äußern Gegenstand(wie ein Schwert im fürstlichen Bett) zwischen ihre zusam-menfließcnden Seelen zu bringen sie sahen auf die beidenGärtners Kinder unten hinab und zwar so begierig, daß sie