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2 (1847) Die unsichtbare Loge : 2ter Theil
Entstehung
Seite
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stadtkundig, daß sie, weil sie aufgehört hatte, zur schönenNatur zu gehören, sich unter die Werke der schönen Künstewarf und sich aus einem Modell durch Schminke in ein Ge-mälde veredelte, durch Pantomime in eine Aktrice, durchOhnmächten in eine Statue.

Das letzte ist der Kardinalpunkt sie starb wöchentlichund öfter, wie jede wahre Christin, nicht ihrer Keuschheitwegen, sondern sogar vor ihrer Keuschheit, ich meine einpaar Minuten sie und ihre Tugend sielen hinter einanderin Ohnmacht. Wenn ich über so etwas nicht wcitläustigbin: so bin ich nicht Werth eine Feder zu schneiden und derHenker soll meine Produkte holen. Die Tugend also warbei der Ministerin so verdammt schlimm daran wie bei einemKind die junge Lieblingkatze. Ich will von Tagzeiten garnicht reden, sondern nur von Wochentagen: ich will setzen,an jedem Tage hätte ein andrer Antichrist und Erbfeindihrer Tugend statt der Visitenkarte seinen Leib geschickt: sohätt' es etwa so gehen können: am Montag war ihre Tu-gend im stralenloscn Neumond für Herrn v. A. amDienstag im Vollmond für H. v. B., der sagte:zwischenihr und einer vsvoke ist kein Unterschied als das Alter"am Mittwoch im letzten Viertel für H. v. C., der sagt:je In tvuells llejä," nämlich ihre ums am Donnerstagim ersten Viertel für H. v. D., der sagt:i>eut-<?li-s gne" und so fort mit den übrigen Feinden der Woche; dennjeder Gegner sah, wie seinen eignen Regenbogen, so an ihrseine eigne Tugend. Ehre und Tugend waren bei ihr keineleeren Wörter, sondern hießen (ganz gegen die KantischeSchule) der Zeit-Zwischenraum zwischen ihrem Neinund ihrem Ja, oft blos der Ort-Zwischenraum. Ich