der Minister leichter mit dem Fürsten abkommen und beidewaren länger da. Ohne mich würde der Leser nie erfahren,warum das fürstliche Daseyn Anlaß war, daß Bcata dasstille Land gegen ihr stilles Zimmer vertauschte. So war's:Unser Fürst ist zwar ein wenig hart, ein wenig geizig undweidet seine Heerde öfter mit dem Hirtenstabe als mitder Hirtenflöte; aber er wird eben so gern ein Schäferin einem schöncrn Sinne und geht gern vom Throne, woihn die Landeskinder anbcten, zu sedcr Staffel desselben her-unter, um selber ein schönes anzubeten — er kann zwar dasVolk, aber keine Schöne seufzen hören; er wendet ämsigereine gesellschaftliche Verlegenheit als eine Theuerung ab; erbleibet lieber den Landständen als seinem Gegenspieler etwasschuldig und bauet keine abgebrannte Stadt, aber eine ein-gerissene Frisur willig wieder auf. Kurz der Landesvaterund der Gesellschafter sind in seinen Herzkammern Wand-nachbarcn, aber Todfeinde. Dieser Gesellschafter subdividirtesich wieder in zwei Liebhaber, in den kurzen und in den lan-gen. Seine lange oder weiter grünende Liebe besteht in einer-kalten verachtenden Galanterie und in dem Vergnügen ander Feinheit, an dem Witze und an der Grazie, womit erund der geliebte Gegenstand ihre gegenseitigen Siege zu ver-zieren wissen. Seine kurze Liebe besteht in seinem Vergnü-gen an jenen Siegen, in so fern sie jene Dckorazion nichthaben. Damit man dieses unschuldige Pasquill auf Einennicht für Satire auf die meisten Großen halte, so will ichso fortfahren:
Lange Liebe hegte er gegen die Rcsidcntin, von derenGunstbezengungcn man nicht sagen konnte, das ist die un-schuldigste — die erste — die letzte. Eine solche Jmmobi-