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wollte sie jeden Augenblick still stehen — mit einem Auge,das erst sah, nachdem sie cs einigemal schnell auf- und zu-gezuckt — kein lebender europäischer Autor könnte AmandiEntzückung vormalen, wenn cs dabei geblieben wäre; —aber ihr kleines Erstaunen über die zwei Gäste deö Bergesfloß plötzlich in das über den dritten auf dem Grase über.Eine hastige Bewegung gab ihr das brüderliche Bild undsic sagte, unwillkürlich zu AmanduS gekehrt: „meines Bru-ders Porträt! Endlich sind' ich'ö doch!" — Aber sic konntenicht vorbei gehen, ohne aus jenem weiblichen seinen Ge-fühl, das in solchen Manual-Akten zehn Bogen durchhat,ehe wir das erste Blatt gelesen, zu beiden zu sagen: „sicdankte ihnen, wenn sic das Bild gefunden hätten." — Aman-dus bückte sich tief und erboßet, Gustav war weg, als ständesein Geist auf dem Berg Horeb und hier bloö der Leib —sic wandelte, als wär' cs ihre Absicht gewesen, gerade überden Berg hinüber, mit den eignen Augen auf dem Bildeund mit den vier fremden auf ihrem Rücken. ...
„Jetzt sind ja deine fünf Tage heraus, und ohne deinenMeineid," sagte Amandus erzürnet, und die hohe Oper desSonnen-Untergangs rührte ihn nicht mehr; Gustaven hin-gegen rührte sie noch stärker; denn das Gefühl, Unrecht zuleiden, floß mit dem irrigen Gefühle, Unrecht angcthan zuhaben — zarte Seelen geben in solchen Fällen dem andernallzeit mehr Recht als sich — in Eine bittere Thräne zu-sammen und er konnte kein Wort sagen. Amandus, der sichjetzt über seine Versöhnung ärgerte, wurd' Ln seinem eifer-süchtigen Verdachte noch dadurch befestigt, daß Gustav inder pragmatischen Rclazion, die er ihm von der Mauffcn-bacher Avantüre gemacht, Beaten völlig ausgelassen; allein
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