Tone); ich soll diesem gemalten Fremden so ähnlich sehen,sein Gesicht lächelt in Einem fort, schau' aber in meines!"— und er richtete es auf, und weit offne, aber in Thränen
schwimmende Augen und zuckende Lippen waren darauf.--
Die Fluth der Liebe nahm beide in fester Umfassung hinwegund hob sic — und als Amandus erst darnach seine halb-eifersüchtige Frage: „er habe geglaubt, das Porträt seiGustavs", mit Nein und mit der ganzen Geschichte beant-wortet erhielt: so that es keinen Schaden; denn die Bewe-gungen seines Herzens zogen schon wieder im Bette derFreundschaft hin.
Nach solchen Erweiterungen der Seele bietet eine Stubekeine angemessenen Gegenstände an; sic suchten sie also unterdem Deckengemälde, von dem nicht ein gemalter, sondernein lebendiger Himmel, nicht Farbenkörncr, sondern bren-nende und verkohlte Welten nieder hängen, und gingen hin-aus ins stille Land, das keine halbe Stunde von Scheerauliegt. Ach, sie hätten's nicht thun sollen, wenn sie ausge-söhnet bleiben wollten!
Willst du hier beschrieben sepn, du stilles Land, über dasmeine Phantasie so hoch vom Boden und mit solchem Seh-nen hinüber fliegt — oder du stille Seele, die du cs nochin der deinigen bewachst und nur ein irdisches Bild davonauf die Erde geworfen hast? — Keines von beiden kann ich;aber den Weg will ich nachzeichnen, den unsre Freunde da-durch nahmen, und vorher thcil' ich noch etwas mit, das densonderbaren Ausgang ihres Spaziergangs gebar.
Ich wußte ohnehin nicht recht, wohin ich den Brief thu»sollte, welchen Beata sogleich nach meiner und ihrer Rückkehrvon Maussenbach an meine Schwester schrieb. Sie war in