Druckschrift 
1 (1847) Die unsichtbare Loge : 1ster Theil
Entstehung
Seite
246
Einzelbild herunterladen
 

246

Gränze gebrachte Schleichwaarc mit der ertappten fremdenvermengt. Dem Pachter hielt er sogleich als gesunder Mo-ralist die Bosheit vor, auf einmal ihn, das Land und denFürsten zu betrügen,und er wünschte, er bräche setzt dasSchreiben der Negierung auf, er würde ihn aus der Stelleauslicfern." Zu meinem Gustav eilt' er hinein und warfihm mit der Hitze der verkannten Unschuld so viel Grobhei-ten entgegen, als man von einem beleidigten Halb-Millionärerwarten kann, da Besitzer des Goldes, wie Saiten vonGold, am allergröbsten klingen. Mich dauerte mein lieberGustav mit seiner Tugend-Plethora; ihn dauerte das Unglückdes armen Pachters; und Beaten dauerte unsere allseitigeBeschämung. Mit reißenden Gefühlen floh Gustav aus einemstummen Zimmer, wo er vom weichsten Herzen, das nochunter einem schönen Gesicht gezittert, von Beatens ihrem,die Blumen kindlicher Freude weggcbrochen und herabgeschla-gen hatte.

Im Grund ging setzt der Henker erst los nämlichdas Röpcrischc Gebelle gegen das Falkenbergischc Haus undgegen dessen abscheuliche Verschwendung und gegen den Ka-detten. Beata schwieg; aber ich nicht: ich wäre ein Schelmgewesen (ein größerer mein' ich), wenn ich dem Rittmeisterdie Verschwendung in dem Sinne, worin sie der Gegnernahm, hätte bcimcssen lassen ich wäre auch dumm (oderdümmer) gewesen, wenn ich ihn nicht in meinem ersten Amt-manns-Aktus an Widerstand zu gewöhnen getrachtet hätte,

sondern erst im zehnten, zwanzigsten. --Aber das

Oel, daS ich herumfließcn ließ, um seine Wellen zu glätten,tropfte statt ins Wasser ins Feuer. Es half uns beidenwenig, daß uns meine Schülerin mit den silberhaltigsten