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1 (1847) Die unsichtbare Loge : 1ster Theil
Entstehung
Seite
223
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sanften Kinderlebens hindurch; über seinem ganzen Jugend-Paradies lag die Vergangenheit wie eine Flnth; vor ihm,hinter ihm zog sich das Marsch- und Ackerland, worein dasSchicksal so bald den Menschen treibt .... Das war dieMinute, wo ich vor der Sonne, die wie er von dannenging, und vor der ganzen großen Natur, die mit unsichtbarenHänden den blinden Menschen in weite, reine, unbekannteRegionen hebt, meinem geliebten Schüler das Bild seinesGuido*), das ich ihm bisher entzog, ans Herz drückte; insolchen Minuten sind Worte nicht nvthig, aber jedes, dasman spricht, hat eine allmächtige Hand:Hier, Gustav,(sagt' ich) hier vor dem Himmel und der Erde, und vorallem Unsichtbaren um den Menschen, hier übergcb' ich diraus meinen bewahrenden Händen fünf große Dinge in deine, ich übergebe dir dein unschuldiges Herz ich übergebedir deine Ehre den Gedanken an das Unendliche deinSchicksal und deine Gestalt, die auch um Guido'ö Seeleliegt. Die großen Stunden stehen nicht auf der Erde, diedich fragen werden, ob dn diese fünf großen Dinge erhaltenoder verloren hast aber sie werden einmal deine künftige

Seele mit deiner jetzigen vergleichen-ach! laß mich an

mich nicht denken, wenn du alles verloren hast!" . . .

Ich ging und umarmte ihn nicht; die besten Gefühlehasten stärker, wenn man ihnen nicht erlaubt, sich anözn-drücken. Er blieb und seine Gefühle wendeten sich an Guido'SBild; aber das konnte ihn nicht an seine eigne Gestalt crin-

Das Bild des verlornen Kleinen, das er an seinem Halsevon der Entfnhrerin mitbrachtc, und das ihm so ähn-lich sah.