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„ohne Freundschaft und Liede könnt' ich die Erde nicht er-fragen." — Und endlich wurde auch seine zersetzte und ver-siegte Seele vom schweren Körper in den dicken Schlaf ge-drückt und hinabgczogen.
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Leser! der letzte Augenblick in Maienthal ist der größte— erhebe deine Seele durch Schauder und steige aus Grä-ber wie auf hohe Gebirge, um hinüber zu sehen in die an-dere Welt!
Um Mitternacht, wo die Phantasie die verhüllten Tod-tcn aus den Särgen zieht und sie aufgerichtet in die Nachtum sich stellt und aus der zweiten Welt unbekannte Ge-stalten zu uns verschlägt — so wie unkenntliche Leichnameaus Amerika an die Küsten der alten Welt antrieben undihr die neue verkündigten — in der Geisterstunde schlugViktor die Augen auf, aber unaussprechlich heiter. Ein ver-gessener Traum hatte die heutige Vergangenheit mit allemihrem Getöse und Gewölle weit hinabgesenkt; — der lichteMond stand oben in der blauen Verfinsterung wie die silberneSpalte und quellenhelle Mündung, aus der der Lichtstromder andern Welt in unsere bricht und in ätherischem Dufteniedersinkt. — „Wie ist alles so still und so licht! sagte Viktor.Ist diese dämmernde Gegend nicht aus meinem Traume übriggeblieben, ist das nicht die magische Vorstadt der überirdischenStadt Gottes?" — Eine vorübereilende Stimme sagte: Tod!ich bin schon begraben.
Emanuel öffnete darüber die Augen, warf sie durch daöLaubwerk in den über das Dörfchen erhöhten Kirchhof undsagte mit einer Zuckung seines ganzen Wesens: „Horion,