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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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ohne Freundschaft und Liede könnt' ich die Erde nicht er-fragen." Und endlich wurde auch seine zersetzte und ver-siegte Seele vom schweren Körper in den dicken Schlaf ge-drückt und hinabgczogen.

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Leser! der letzte Augenblick in Maienthal ist der größte erhebe deine Seele durch Schauder und steige aus Grä-ber wie auf hohe Gebirge, um hinüber zu sehen in die an-dere Welt!

Um Mitternacht, wo die Phantasie die verhüllten Tod-tcn aus den Särgen zieht und sie aufgerichtet in die Nachtum sich stellt und aus der zweiten Welt unbekannte Ge-stalten zu uns verschlägt so wie unkenntliche Leichnameaus Amerika an die Küsten der alten Welt antrieben undihr die neue verkündigten in der Geisterstunde schlugViktor die Augen auf, aber unaussprechlich heiter. Ein ver-gessener Traum hatte die heutige Vergangenheit mit allemihrem Getöse und Gewölle weit hinabgesenkt; der lichteMond stand oben in der blauen Verfinsterung wie die silberneSpalte und quellenhelle Mündung, aus der der Lichtstromder andern Welt in unsere bricht und in ätherischem Dufteniedersinkt.Wie ist alles so still und so licht! sagte Viktor.Ist diese dämmernde Gegend nicht aus meinem Traume übriggeblieben, ist das nicht die magische Vorstadt der überirdischenStadt Gottes?" Eine vorübereilende Stimme sagte: Tod!ich bin schon begraben.

Emanuel öffnete darüber die Augen, warf sie durch daöLaubwerk in den über das Dörfchen erhöhten Kirchhof undsagte mit einer Zuckung seines ganzen Wesens:Horion,