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Lächeln fragen: o du bist doch auch so glücklich wie ich? undwo das fremde Lächeln eS besähet — eine Nacht, o Gott,wo du unser Herz voll und doch ruhig gemacht, wo wir we-der zweifeln noch zürnen noch fürchten, wo alle deineKinder an deiner Brust in deinen Armen ruhen und dieHände ihrer Geschwister halten und nur mit halb geschlosse-nen Augen schlummern, um sich anzulächeln?-Ach da
der Seufzer, womit ich dieses schreibe und ihr es leset, unsdaran erinnert, wie selten solche Frühlingnächte ans unsereErde fallen: so verübelt es mir nicht, daß ich das schwelge-rische Gemälde dieser Nacht nur langsam vvllführe, damitich einmal in meinen alten Tagen mich an der gemaltenStunde der fetzigen Begeisterung erquicke und etwan sagenkönne: ach du wußtest es damals wohl, daß du niemals einesolche Nacht erleben würdest, darum warst du so weitläufig.Und was anders als versteinerte Blüten eines Klima, dasauf dieser Erde nicht ist, graben wir aus unserer Phantasieaus, so wie man in unserm Norden versteinerte Palmbäumeaus der Erde holt. ....
Viktor ging zum stillen Julius an der Nachtigallenheckeund legte ihm Nachtvivlen in die Hand und küßte ihn aufdas verhangne Auge, das nicht sehen, aber doch weinen konntevor Freude — und die benachbarte Nachtigall hielt nichtinnen unter dem Kuß. Er kam den Garten hinauf, als Ema-nuel herunter kam, neben dem Morgenspringbrunncn sahensie einander an, und Emanuels Angesicht leuchtete im Wi-derschein der Wellen, als wenn er vor dem Engel des Todesstände und zerflösse, um zu sterben, und er sagte: „Der Un-endliche drückt uns heute an sich — warum kann ich nicht„weinen, da ich so glücklich bin?" — Und als sie wieder