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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
Entstehung
Seite
233
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die groben Fehler, nicht die feinen Gewissensbisse aufhcbe,und daß ein Heiliger so viel Klagen von seinem Gewissenerhalte als der Schlimme, da er darauf sagte:unsere Ent-fernung von der Tugend findet man, wie die von derSonne, durch genauere Berechnungen bloS größer; aberdie Sonne fließet doch, aller veränderlichen Rechnungenungeachtet, immer mit derselben Wärme in unser An-gesicht."

Plötzlich lief der Engländer zu den Spielern und for-derte um die Sprünge und Läufer seiner Ideen in Mu-sik gesetzt zu sehen von ihnen daö beste Adagio und eiltein dasFlorgezelt" oben hinauf, das der Lord Horionaus eisernen Bögen und einem darüber gespannten schwar-zen Doppelflor erbauen ließ, um für seine damals erkran-kenden Augen den Sonnenschein in Mondschein umzusetzen.Da jedes Herz bei der ersten Berührung vom Adagio inselige Thränen zergehen mußte: so zerlegte die Wonne, diesich zu verhüllen suchte, den ruhenden Kreis und alle flössenauseinander, um (jeder unter seiner eignen Ueberlaubung)ungesehen zu lächeln und »»gehört zu seufzen wie Kur-gäste eines Gesundbrunnen zertheilte, begegnete, entfernte mansich in zufälligen Richtungen.

Der schöne Blinde ruhte oben nicht weit von der Nach-tigall gleichsam an der Quelle der harmonischen Ströme undKlotildc blickt' ihn trauernd an, so oft sie an ihm vorüberging, und dachte:arme verschüttete Seele, die Seufzer derMusik dehnen dein sehnsüchtiges Herz aus und du siehst nie,wen du liebst und wer dich liebt." Emanuel ging ein-sam den langen Weg zu seinem Berge mit der Trauerbirkehinauf und zurück. Viktor irrte den ganzen Garten hin-