die groben Fehler, nicht die feinen Gewissensbisse aufhcbe,und daß ein Heiliger so viel Klagen von seinem Gewissenerhalte als der Schlimme, da er darauf sagte: „unsere Ent-fernung von der Tugend findet man, wie die von der„Sonne, durch genauere Berechnungen bloS größer; aber„die Sonne fließet doch, aller veränderlichen Rechnungen„ungeachtet, immer mit derselben Wärme in unser An-gesicht." —
Plötzlich lief der Engländer zu den Spielern und for-derte — um die Sprünge und Läufer seiner Ideen in Mu-sik gesetzt zu sehen — von ihnen daö beste Adagio und eiltein das „Florgezelt" oben hinauf, das der Lord Horionaus eisernen Bögen und einem darüber gespannten schwar-zen Doppelflor erbauen ließ, um für seine damals erkran-kenden Augen den Sonnenschein in Mondschein umzusetzen.Da jedes Herz bei der ersten Berührung vom Adagio inselige Thränen zergehen mußte: so zerlegte die Wonne, diesich zu verhüllen suchte, den ruhenden Kreis und alle flössenauseinander, um (jeder unter seiner eignen Ueberlaubung)ungesehen zu lächeln und »»gehört zu seufzen — wie Kur-gäste eines Gesundbrunnen zertheilte, begegnete, entfernte mansich in zufälligen Richtungen.
Der schöne Blinde ruhte oben nicht weit von der Nach-tigall gleichsam an der Quelle der harmonischen Ströme undKlotildc blickt' ihn trauernd an, so oft sie an ihm vorüberging, und dachte: „arme verschüttete Seele, die Seufzer der„Musik dehnen dein sehnsüchtiges Herz aus und du siehst nie,„wen du liebst und wer dich liebt." — Emanuel ging ein-sam den langen Weg zu seinem Berge mit der Trauerbirkehinauf und zurück. — Viktor irrte den ganzen Garten hin-