hatte eine zu heilige Liebe, um sic (zumal so vielen Fremdenund dem Engländer) zu zeigen, und legte dem unbändigentanzenden Herzen Zügel an. In der edeln Liebe ist dasOpfer — und wäre sie es selber — so angenehm wie derGenuß; aber noch leichter wird eö neben einem Emanucl,der — das ist das schimmernde Ordcnkrcuz der höher» Men-schen — gerade in der Freude seine Augen zu dem höhernLeben aushcbt und zur Wahrheit. DieseSmal verdoppeltenoch dazu das Gefühl seiner steigenden Gesundheit seinSchmachten nach dem geweissagten Verscheiden. Sein ver-herrlichtes Angesicht, seine überirdischen Wünsche und seinstilles Ergeben waren gleichsam der zweite höhere Monden-schein, der in den dunklcrn siel; und er störte das wachsendeElysium gar nicht, da er z. B. sagte: „der Sterbliche hält„sich hier für ewig, weil das Menschengeschlecht ewig ist;„aber der sortgestoßene Tropfe wird mit dem unversicgendcn„Strome verwechselt; und keimten nicht immer neue Men-schen nach, so würde seder die Flüchtigkeit seiner Lebenö-„terzie tiefer empfinden" — oder da er sagte: „wenn der„Mensch nicht unsterblich wird, so wird es auch kein höheres„Wesen und die Schlüffe sind dieselben; dann brennte der„stehende Gott aus dem kämpfenden und erlöschenden Sinn„einsam heraus, gleich der Sonne, die, wenn es keinen Erden-Dunstkreis gäbe, ans einem schwarzen Himmel lodern und„die gewölbte Nacht durchschneiden, aber nicht erhellen würde"— oder da er sagte: „der Gang des Menschengeschlechts zur„heiligen Stadt Gottes gleicht dem Gange einiger Pilgrimme,„die nach Jerusalem wallfahrten und allemal nach drei Schrit-ten vorwärts wieder einen rückwärts thun" — oder endlichda er auf seines Viktors Bemerkung, daß die Besserung nur
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