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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
Entstehung
Seite
230
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ten Augen stehen, über den Augen der blassen Hyazinthe

Giulia, die das heutige Fest nicht erlebte.-Aber Klo-

tilde verbarg sich, um nichts zu stören.

Das ausfunkelndc Gold der Wassersäule und die zurück-schlagende Abendlohe an allen Fenstern zogen die Augen zurSonne, die unter ihre Bühne sank. Aber ein rollendesFeuerrad des Allegro, womit die Harmonistcn auf der Wiesedie weichende Sonne begleiteten, nahm die Augen zu denOhren herab, und unten auf der eingehülltcn Wiese stiegein neues Theater der Freude mit neuen Schauspielern em-por. . . . Zwei Rosen waren in den Himmel gepflanzt, dierothe, die Sonne, die über der zweiten Halbkugel ihre Blü-ten aufthat, und die weiße, der Mond, der in unsere nieder-hing; aber Sonncngold und Lunasilber und Abendschlackenwurden noch von einem rauchenden Zauberdufte eingesogcn,und man konnte noch nicht die Schatten vom silbernen Grundedes Mondlichts absondern, und nicderflatternde Blüten wur-den noch mit Nacht-Schmetterlingen vermengt.

Die Glücklichen gingen durch die Kastanienallee hinabzu den süngern Glücklichen, zu den Kindern, die, kühnerdurch die Gegenwart ihrer Mütter, zwanzig Freihcitbäumein veränderlichen Gruppen umzingelten und umkrciseten undnur auf tiefere Schatten warteten, um schneller zu tanzen.Der Engländer wurde von Klotilde wie ein Freund ihrerzwei Freunde empfangen. Das Brautpaar, dem die Wieseals Erbschaft gehörte, hatte die eigne Musik gegen diese ver-tauscht und das Bundfest desselben rückte in seiner Feier unseremHelden den heitern Tag näher, wo er, er auch seine KlotildeBraut nennen durfte; aber er hatte nicht den Muth, seinerröthendeS Gesicht gegen diese zu wenden, weil er dachte,