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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
Entstehung
Seite
228
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und zwar bloö was mich nicht wundert die Trauer-spiele Shaköpeare's ....

Unter dem großen Abendhimmel, den keine Wolke ein-schränkte, thaten sich die Seelen wie Nachtviolen auf. Ema-nuel war der Cicerone und Gallerie-Jnspektor dieses maleri-schen Gartens. Er führte seinen Freund und die andern zuseinem kleinen Blumengärtchen, das am höchsten im Parklag. Der Park lief nämlich den Berg hinab mit fünf gleich-sam aus diesem schubladenweise herausgezognen Absätzen undStockwerken. Diese fünf Ebenen, diese ciugehaucnen grü-nenden Stufen, hielten eben so viel verschiedene Gärten,Baum- und Staudengärtcn re. empor daher wurde durchjeden neuen Standpunkt, wie durch einen Umwandel-Spiegel,aus dem alten Garten ein neuer zusammengerückt. Den ab-schüssigen Park faßten auf beiden Seiten zwei Schlangen-gängc hoher, wankender, brennender Blumen wie zwei hin-unter wehende Treppengeländer ein, und hinter jeder Blu-men-Schlangenlinie ringelte sich oben vom Berge silbernesGeäder mit Hellem, dünnen, auf- und niedcrspringcndcn Ge-wässer herab"), das in der Abendsonne eine in aufrechtenWindungen daliegendc Gvldschlange ober Ichor-Schlagaderwurde. Auf der obersten letzten Terrasse standen einanderdie Abend- und die Morgenlaube als die Pole des Gar-tens gegenüber und der Abendspringbrunnen glimmteüber jener und der Morgenspringbrunnen über dieser

") Man hielt den in Bogen auf- und niedergehenden Silber-faden für Eine hcrnntcrricselndc Quelle; aber die Bogenmehrer schief-springender Springbrunnen waren in solcheEntfernungen gestellt, daß der eine den andern fortsetztc.