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ihre Freundin, deren Arm in des Geliebten seinem wie ineinem Verbände lag, in die glimmende Laube zu drängen,wo zwei selige Herzen am seligsten werden sollten. Klotildeverweilte noch unter dem Perlen- und Goldsand-Regen undglich den stillen Tauben um sie her, die auf allen Dächernihre reinen Flügel wie bunte Regenschirme auseinanderschlugen und dem Bade unterhielten — und vor dem Ein-tritte zog Viktor sie zurück, der wonnebeklommen sagte: „duAllgütiger!" und auf EmanuelS Laube hinblickte, auf welcherdie Paradicses-Pforte aus musivischen Steinen aufgesührt,der Regenbogen, sich ansing und sich durch den Himmel hin-überwölbtc über die Abendlaube und mit dem himmlischenZauberkreis die drei liebenden Seelen einfaßte.
Und als sie in die dunkle Laube traten, die nur einekleine Oeffnung gegen die durch den Regen hereinbrennendeSonne hatte: lag vor der Oeffnung das Abcndgcfilde, mitden wankenden Fcucrsäulcn, zwischen denen der goldne Flußder zerschmolzenen Sonne schlug, und mit den Auen, diebis an die Blumen in einem Meer von Lichtkügelchen stan-den — Und hcrabgefallene Regenbogen lagen mit ihrenTrümmern auf den Blütcnbäumen — Und kleine Lüftchenwehten das Lauffeuer in den Wiesenblumen an und warfenFunken aus den Blüten — Und daö Mcnschenherz wurdevon den Wonneströmen fortgezogcn und schwamm brennendin seinen eignen Thräncn. —
Wie eine Verklärte schaucte Klotilde in die Sonne undihr Angesicht wurde erhaben zugleich von der Sonne undvon ihrer Seele. Und ihr Freund störte die schöne Seelenicht; aber er nahm daö Weiße Tuch aus ihrer Hand undtrocknete die aus der Laube tropfenden Farbenkörner, mit