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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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Emanuel gegeben, und daß er sich doch ihren Besuch versa-get -gib ihm nur, Klotilde, den großen warmen Blick

voll Dank für sein Schonen deines Bruders, sür sein edlesLieben und sür sein Nebelschleiern dieses Licbenö! Sie sahihn an und als ihr Auge warm von einer Thräne wurde,neigte sich der Himmel auf einem Sonnenwölkchcn zu ihnennieder und berührte die verwandten Menschen mit heißenheruntcrflatternden Tropfen. O du gute Erde, du guteNatur! du sympathisirst öfter (und allemal) mit guten Men-schen, als oft gute Menschen HIber! Vor ihn trat derTraum, wo KlotildcnS Thränen den Fußboden in ein heben-des Wölkchen zcrtheiltcn. . .

Aber der heranziehende Abend und die kleinen herun-terrollcndcn zerrissenen Pcrlenschnürc von Regentropfen rie-fen die schönen Menschen in die Zimmer zurück. Die Mäd-chen, die mit dem Blinden nicht einmal den Berg ganz er-klettert hatten, kehrten schon um und gingen voraus. Ema-nuel entfernte sich auf seinen Trauerberg, um dort seineBlumen dem Regen aufzudeckcn. Als unsere zwei liebendenMenschen unten im rauchenden Thale ankamen: wie himm-lisch wurde der Abend und die Erde! Am großen Abend-Himmel über ihnen bewegten sich Tulpenbeete von rothemGewölke, zwischen denen blaue Streifen wie dunkle Bächeliefen. Hinter ihnen standen unter der Sonne Berge wieVesuve in Flammen, und die Waldung wie ein feurigerBusch und das über die Blumen laufende Steppenfeucr er-griff die Wvlkcnschatten. Und alle Lerchen hingen mitihren Nipienstimmen der Natur nahe am rothen Deckenstückedes Abends und jeder tiefere Sonnenstral hielt eine sum-mende Wcscnkette von Mücken. Und in der Schäferei