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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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auf morgen freut," und er trennte sich. . . . Schöner Mensch!der du in vier Wochen aus diesem Dlumcnfrühling zu gehenhoffst in die Sterne über dir du denkst mehr die Unsterb-lichkeit als den Tod, dich hat keine drohende Nechtgläubigkcit,sondern die indische Blnmcnlehrc erzogen, darum bist du soselig; du bist ohne Zorn wie jeder Sterbende, und ohne Gierund ohne Angst; in deiner Seele, wie am Pole wenn jedenMorgen die schwüle Sonne ansblcibt, geht der Mond derzweiten Welt den ganzen Tag, die ganze Nacht nichtunter!

Viktor führte allein den Blinden nach Hans und beideschwiegen und umarmten sich mit Bruderthräncn hinter jederVerhüllung, und fragten einander weder um die Ursachen derUmarmung, noch der Thränen. Da sie durchs stille Dorfwaren und dem Park der Abtei vorbei kamen: sah Viktorseinen Emanuel ans der letzten Laube in das blendende Klo-ster treten. Es war ihm, als kennte ihn schon jede darin,als müßt' er sich verstecken. Der Garten der Begeisterungsollte in dem Thale nur das Blumenbeet in einer Wiese scpnund nicht durch grelle Schranken an der Natur zurückprallen,sondern sanft wie ein Traum ins Wachen durch blühende,belaubte Granzcn in sie Überhängen und überfließcn durchHopfengärten, durch grüne dicht zusammengcrückte Zäune umFruchtfelder und durch vcrsäete Kindergärtchcu. Eine weiteKastanien-Säulenreihe, von zwei Bächen in Silber gefastet,schloß sich frei und weit gegen die fünf von Blüten durch-brochenen Teiche auf. Der nördliche Berg richtete sich demParke gegenüber wie eine Terrasse empor, und führte dasEden scheinbar über ungesehene Thaler fort.

Viktor wich jedem ausgehenden Fenster des Klosters durch