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kleinen Wortfluß, aber je größer der Bach ist, desto kleinerkann das Mühlrad seyn. — Einen rechtschaffenen Rezensen-ten kränkt ein lakonisches Buch auch schon darum (nicht blosweil daö Publikum eS nicht versteht), weil ein Deutscher jaan den Juristen und Theologen die besten Muster vor sichhat, weitschweifig zu schreiben und zwar mit einer Weit-läufigkeit, die vielleicht — denn der Gedanke ist die Seele,das Wort der Leib — unter den Worten jene höhereFreundschaft der Menschen stiftet, die nach Aristoteles darinbesteht, daß Eine Seele (Ein Gedanke) in mehrern Kör-pern (Worten) zugleich wohnet.-
— Ich hebe Viktors Vigilie, den h. Abend vor Pfing-sten, jetzt an. Es war schon Sonnabend — der Wind ging(wie die Wissenschaften) von Morgen — das Quecksilbersprang in der Barometerröhre (wie heute in meinen Ner-venröhrcn) fast oben hinaus. — Flamin war friedlich vonseinem Freunde am Freitage geschieden und kehrte vor fünfTagen nicht zurück. — Viktor will morgen am ersten Pfingst-tag vor der Sonne aufbrechen, um am dritten wieder zurück-znkommen, wenn sie in Amerika auöstcigt — (Ich wollt' erbliebe länger) — Es ist ein schöner blauer Montag inder Seele (jeder blaue Tag ist einer) und eine schöne Diö-pensazion von der Trauerzeit des Lebens, wenn man (wiemein Held) das Glück hat, an einem h. Abend, unter demGebetläuten, und wenn der Mond schon über die Häuserherauf ist, vor den Aussichten in die schönsten Pfingsttageund in die schönsten Pfingstgesichter, ruhig und schuldlos inZeusels Erker zu fitzen, alle Voressen der Hoffnung anzu-schnciden, alle Vorsteckrosen und Anzeigen des schönsten Mor-gens zu sammeln und unter den lärmenden Budenvorspielen