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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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Ho r i o n !

Komm' eher, Geliebter! Eil' in unser Edenthal, das einGartensaal der Natur mit grünenden Wänden zwischen lau-ter Gängen ist, die aus dem Himmel in den Himmel lausen.Die blumigen lichten Stunden rücken vor dem Auge desMensche» vorüber wie die Sterne vor dem Sehrohre desHimmelmesserö. Blütenschlingen ans Jelängerjelieber sindDir gelegt und mit Düsten zugedeckt; und wenn du daringefangen bist, fassen die aufwallcnden Düfte Dich mit einerWolke ein und unbekannte Arme dringen durch die Wolkeund ziehen Dich an drei Herzen voll Liebe! Ich habe schonMaiblumen aus dem Walde ausgehoben und neben mich ge-pflanzt Deine Stadt ist sa auch ein Wald um Dich, stilleMaiblume. Ich habe schon zwei Balsaminen und fünf Som-merlevkojcn versetzt; aber meine erste versetzte Balsaminewar Klotilde. Du sichst, der Frühling streckt sich mit seinenüppigen treibenden Säften auch durch meine aufknospendcSeele, und der Mai spaltet an ihr, wie ich setzt an denNelken, alle Knoöpen auf. Erscheine, erscheine, eh ich wie-der trübe werde, und sage dann Deinem Julius, wer derEngel war, der ihm den Brief an mich gereicht.

Emanuel.

Julius hatte wahrscheinlich dabei wieder an jenen an-dern Brief gedacht, den ihm ein bis setzt unbekannter Engelzum Aussicgcln auf diese Pfingsten gegeben Aber wasgehen mich hier Engel und Briefe an? Courier-schreibenwill ich setzt, damit ich das 32ste Kapitel hinaus gemachthabe, eh der Hund mit seinem 33stcn Pfingstkapitel auftritt,