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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
Entstehung
Seite
162
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Hier holte sie die vielleicht um beide besorgte Pfarrerinab und Flamin ehrte sie, was er selten that, in seiner Er-weichung mit einer kindlichen Umarmung; und aus vier ver-weinten Augen laS sie entzückt die Erneuerung ihres unver-gänglichen Bundes.

Nichts beweget den Menschen mehr, als der Anblickeiner Versöhnung, unsere Schwächen werden nicht zu kostbardurch die Stunden ihrer Vergebung erkauft, und der Engel,der keinen Zorn empfände, müßte den Menschen beneiden,der ihn überwindet. Wenn du vergibst, so ist der Mensch,der in dein Herz Wunden macht, der Seewurm, der die Mu-schelschale zerlöchert, welche dieOeffnungen mit Perlen ver-schließet.

Diese Aussöhnung zog gleichsam eine mit dem Glücknach sich der Iii-nmaü-e-Abend wurde zu einem lloeäal-Abend die Drillinge aßen vom gebratnen Ruhm derAppel nach der Pfarrer hatte mit keinen Schlüsseln wei-ter zu thun als mit Löseschlüsscln, den geistigen Musikschlüs-seln und daS Geburtfest war zu einem Buudseste auf-geblühet, zu einem Opposizionklub, wo sich alles, aber ineinem höhern Sinne als Quäker und Kaufleute, Freundnannte. Die Drillinge hielten altbrittische Reden, die nurfreie Menschen verstehen konnten. Viktor wunderte sich überdie allgemeine Freimüthigkeit vor einer so gestachelten Schmeiß-Nmieüs, wie Matthieu war aber die Engländer fragtennach nichts. Der Pfarrer schickte Herzgebcte ab und sagte:er seines Orts nehme wenig Notiz davon und bitte nurleiser zu haranguircn, damit er nicht in den Ruf käme, alsob er pietistische Konventikel in seiner Pfarre zuließe; in-zwischen steif' er sich ganz auf den Herrn Hofmedikus und