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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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stacheln. Sein Auge brannte in das weinende hinein. Vik-tor bejammerte den festen Schwur vor seinem Vater undsah auf die zitternde Wage, worauf der Eid und die schonendeFreundschaft sich auSglichen. Er sammelte noch einmal alleLiebe in seiner Brust und breitete die Arme auseinander undwollte mit ihnen den Sträubenden an sich ziehen und konntedoch nichts sagen als:Ich und du sind unschuldig; aber bismein Vater kömmt, eher kann ich mich nicht rechtfertigen." Flamin drückte ihn von sich ab:Wozu das? Sowar's im Gartenkonzert auch und du warst seitdem tagtäg-lich bei ihr und auf Osterbällen und ans Schlitten, ohnemich Sag' lieber geradezu, willst du sie heirathen?Schwör', daß du nicht willst? O Gott, zöger' nichtschwör', schwör'.! 2« ja, Matthieu! Kannst du nochnicht! Nu so lüg' wenigstens!"

Oh! sagte Viktor und Dlutströme schossen verfin-sternd durch sein Gehirn und über sein Angesicht belei-digen darfst du mich doch nicht gar zu sehr, ich bin so gutwie du, ich bin so stolz wie du vor Gott ist meine Seelerein" Aber Flamins Blut an der Schlchcnstaudedrückte Viktors zürnende Erhebung nieder und er hob blosdas mitleidige Auge voll Freundschaft-Thränen in den Hellernsanftern Himmel.Nnr die Hcirath verschwörst du dochnicht? Gut, gut, du hast mich erwürgt mein Herzhast du zerstampft, und mein ganzes Glück ich hatte nie-mand als dich, du warst mein einziger Freund, jetzo will ichohne einen zum Teufel fahren Du schwörst nicht?O ich reiß' mich von dir blutig und elend und als deinFeind wir scheiden unö gehe nur weg! cs ist aus,ganz! Adieu!" Er entfloh mit dem in den Weg hau-