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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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der Blumen, voll wogender Bäume damit er die Ebenenerblicke, die unter fetten Blättern liegen und auf deren grü-nem Wege daö Auge von den aufgerichtcten Blumen, anwelchen die gespaltenen Reize des Lichtes wachsen und sich be-festigen, zu den in Blüten zerspringenden Büschen und zuden langsamen Bäumen aufsieigt, deren gleißende Knospenin den Frühlingwinden auf und nieder schwanken - Vik-tor war in Träume gesunken, als auf einmal daö kalte An-wehen der Lenzlust, die jetzo mehr mit kleinen Wolken alsmit Blumen spielen konnte, und das Rauschen der Frühling-bäche, die neben ihm von allen Bergen und über jedes dunk-lere Grün wegschofscn, ihn erweckte und berührte. Dawar der Mond ungesehen gestiegen und alle Quellen glom-men, und die Maiblumen traten wcißblühend aus dem Grün,und um die regen Wasserpflanzen hüpften Silberpunkte. Dahob sich sein wvnneschwerer Blick, um zu Gott zu kommen,von der Erde auf und von den grünenden Rändern der Bächeund stieg auf die herumgebognen Wälder, auö denen die ei-sernen Funken- und Dampf-Säulen*) über die Gipfel spran-gen, und zog auf die weißen Berge, wo der Winter in Wol-ken schläft, aber als der heilige Blick in dem Ster-nen-Himmcl war und zu Gott aufsehen wollte, der die Nachtund den Frühling und die Seele geschaffen hat: so siel ermit zurücksinkendem Flügel und weinend und fromm und de-müthig und selig zurück.... Seine schwere Seele konntenur sagen: Er ist!

Aber sein Herz sog sich voll Leben an der unendlichen,quellenden, wehenden Welt um ihn, über ihm, unter ihm,

Von den Eisen- und Kohlenhütten.