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nen Lichtern und die Erde mit ihren Schatten in sein er-weitertes Herz. Die Nacht war ohne Mondlicht, aber ohneWolken. Der Tempel der Natur war wie ein christlichererhaben verdunkelt. Viktor konnte sich aus den Laufgräbenlanger Thäler, aus Wälder-Finsternissen und aus dem schil-lernden Nebel der Wiesen nicht eher erheben als in der Mit-tcrnachtstunde, wo er einen Berg wie einen Thron bestiegund sich da auf den Rücken legte, um die Augen in denHimmel untcrzutauchcn und sich abzukühlen vom Träumenund Laufen. Das hereinhängende Himmelblau schien ihmeine dünne blaue Wolke, ein in blaue Dünste zerschlagnesMeer zu seyn, und eine Sonne um die andre theilte mit ih-ren langen Stralen diese blaue Fluth ein wenig auseinander.Der ArkturuS, der dem liegenden Menschen gegenüber stand,stieg schon von der Zinne des Himmels herab und drei großeSternbilder, der Luchs, der Stier, der große Bär, zogen weitvoraus unter das Abendthor. — Diese nähern Sonnen wur-den von entrückten Milchstraßen mit einem Hof umschwom-men und tausend große in die Ewigkeit geworfne Himmelstanden in uuserm Himmel als weiße spannenlange Düfte,als lichte Schneeflocken aus der Uncrmeßlichkeit, als silberneKreise aus Reis. — Und die Schichten aneinandcrgedrücktcrX Sonnen, die erst vor dem tausendäugigen Auge der Kunst denNebelschleier fallen lassen, spielten wie Streife unsererSonnenstäubchen im glühenden durch das Unermeßliche bren-nenden Svnncnstral des Ewigen. — Und der Wiederschcinseines durchglühtcn Thrones lag hell auf allen Sonnen. —— Plötzlich stellen sich nähere zerschmolzene Lichtwölkchen,nähere Nebel, aufgeflogen aus Thau, unter der Versilberung,tief herab vor die Sonnen und der Silberblick des Himmels