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„erlaube (d. h. Klotilde), der ihm immer sage, was er nicht„thun solle: so komm' er zu Pfingsten, da ohnehin die Stadt„da veröde, da Flamin auf 4, 5 Tage nach Kussewiz reise" :c.
Als er den Brief fertig hatte: fiel ihm ein, daß ergerade heute an diesem 29. April vor einem Jahre die ganzeNacht gcreiset sei, um mit dem ersten Mai am Morgen durchden Nebel ins Pfarrhaus zu treten. „Ich kann ja wieder„die schwüle Zephyr-Nacht nicht unter dem Deckbette, sondern„unter den Sternen verbringen — Ich kann in Einem fort„ins Abendroth nach Maicnthals Bergen schauen — Ich„kann ja lieber den halben Weg darauf zugehen — oder gar„den ganzen — Ich kann mich aus einen Berg stellen und„ins Dörfchen schauen — Wahrlich ich kann dann mein„Billet hier irgend einem Maicnthaler inkognito einhändigen„und wieder Reißaus nehmen noch vor Tags."
Um sieben Uhr Nachts ging er wie das Meer von Ostennach Westen. Orion, Kastor und Andromeda blinken in We-sten nicht weit vom Abendroth über den Gefilden der Ge-liebten und werden wie diese bald aus einem Himmel in denandern untergehcn. Das von lauter Hoffnungen erschütterteHerz, seine erhitzten Gehirnkammern, an denen das mitsympathetischer Dinte gezeichnete Maicnthal immer lich-ter und farbiger vortrat, dieses innere fast schmerzliche Brau-sen der Freude raubte ihm anfangs das Vermögen, den ingriechischer Schönheit aufgebaueten Frühlingtempel in einestille Helle Seele aufzufassen. Die Natur und die Kunstwerden nur mit einem reinen Auge, ans welchem die beidenArten von Thronen wcggewischet sind, am besten genossen.
Aber endlich überdeckte das ausgebreitete Nachtstückseine heißen Fieberbilder und der Himmel drang mit sei-