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„hinaus — Morgen denkst du doch anders — Der unglück-liche Zustand, in den ich durch Shakspcare hier gebracht„werde, eristirt ja nur in meiner Vorstellung, und der„Schmerz darüber ist ja, nach den Stoikern, nur Täuschung„— Man muß, sagt Epiktct im Handbuch, das nicht bejam-„mern, was nicht in unserem Willen liegt, und hier die„traurige Szene von Klopstock ist ja ein äußeres Ding, das„du nicht ändern kannst — Willst du dich von einem Nord-Amerikaner, vom Halloren, vom Pöbel, vom Crctin aus„Ger beschämen lassen, der diese ganze Szene aus Göthc'ö„Tasso still und gelassen aushielte, ohne ein Auge naß zu„machen?" —
Ich betheur' es den Lesern, daß ich hier nur gegen ihreWeiber und Schwestern zu Felde liege: denn unter den Le-sern fehlten standhafte Zuschauer ästhetischer Leiden niemalsganz und noch weniger als selber unter dem Pöbel, und ichmöchte am wenigsten den Schein haben, als stritt' ich demgrößer» Theile der Geschäftleute, der Rezensenten, Krimina-listen und Holländer große Gelassenheit unter dem Lesenüberflorter trüber Szenen ab, die ich und andre in die Pressegeben. Ich berede mich vielmehr gern, daß — wenn jemalsHoffnung dazu war — cs gerade jetzt ist, wo der Deutschejenen belgischen Stoizismus, jene edle Unempfindlichkeit an-zunehmen verspricht, die ihn so ziert und durch die er gegenMelpomenens Dolch schuß- und stichfest wird, und in Dantc'sHölle, wie Christus in der wahren, ohne Leiden ist. Wirhatten zwar nie die Empfindlichkeit der Franzosen und ihrRacine wäre immer für uns ein kurzweiliger Rath gewesen;aber jetzo sind wir, wcnn's ein Verfasser nicht gar zu krausmacht und nicht gar zu viele Schlachtfelder und Kelche mit