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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
Entstehung
Seite
89
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andre Thräne, die jetzo drückend Ln dem schönen Herzen liegt,das schweigt und sagen will: ich war niemals glücklich undich werd' es auch nie!

Viktor hatte ihr so viel zu sagen und hatte so wenige Minu-ten mehr dazu: gleichwol machte ihn nicht sowol die Freude alsdie Ehrfurcht stumm denn heilig ist dem liebenden Her-zen die Gestalt, die zu ihm gesagt: ich bin dein. Denketaber nicht, er wollte etwan die rohe Bitte thun, seinetwegenda zu bleiben; nur die Frage, ob er sie in Maieuthalbesuchen dürse, nur die Bitte, daß sie für ihr Genesensorge, kann er wagen. Klotilde hatte nur Eine an ihn zuthun, die sie nicht genug überhüllcn konnte; die nämlich,ihres eifersüchtigen Bruders wegen sic nicht in Maienthal zusehen.

Unter dem Zögern der Entzückung schellet der zweite

Schlitten. Die Eile nöthigte sie zum Muth-Viktor

verwandelte die Bitte in den Wunsch, daß derFrühlingdie Absicht ihrer Reise (die Genesung) begünstigen möge,und die Frage in die Freude, wie glücklich sie in Maicn-thal neben Dahorc seyn werde, wie selig er sonst dort ge-wesen und wie wenig er sonst geglaubt, daß man es da nochmehr werden könne. Klotilde antwortete (wahrscheinlich aufseinen Wunsch nachzureisen):ich hinterlaffe Ihnen eben soviel, meinen Bruder und Ihren Freund, vergessen Siemeine vorige Bitte nicht."

Erst, da die annähernden Eltern Klotilden erinnerten,den Schleier zurückzuschlagen, und ihren Geliebten anmahn-ten, den ersten Abschied von dem errungenen Herzen zu neh-men: da blickten beide weit in das große Eden hinein, dassich um ihr Leben aufgethan und die Helle Minute, die