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„m'cht, wie Menschen in alten Anfcrstchgcmälden, halb in der„Erde steckten, halb aber außer ihr — und wenn dieses Eiö-„lcben keine ^ercöc.- wäre nnd keine Ocffnung in
„ein ewiges Blau hinaus hätte. . . . Amen!"
„Ich Hab' aber der leidtragenden Versammlung noch zu„melden, daß ich sie — in den ersten April geschickt; denn„der Todtc, dessen Leichenrede ich halte, bin ich wirklich sel-ber." ...
Aber hier umarmten ihn alle seine Freunde, um seinemgeistvollen Wahnsinne Schranken zu setzen — und um ein soheftiges ächt-brittisches Herz an ihres zu drücken. Die Um-armung erwärmte alle seine kälten Wunden sanft und er wargeheilt, obwol erschöpft; das fremde Leben wuchs in seineshinein, und die Liebe überwand den Tod. Die Engländer,in deren Augen die Thränen einer doppelten Trunkenheitwaren, konnten sich kaum abreißen vom humoristischen Lieb-ling. —
Klotilde, die mit ihren Freundinnen der Leichenrede imNebenzimmer zuhörte, hielt sie anfangs bittend ab, diesesaufzumachen. Aber als Viktor sagte: „kalte Gestalt, richte„dich auf und zeige den Menschen die Thränen, die aus ei-„nem weichen Herzen fließen, das vor Liebe bricht" — sonahm sie eilend von ihnen gute Nacht, weil sie über eine ihr
*) So nennt man eine hohe Felsenpyramidc neben dem Mont-blanc, in der ein Loch ist, wodurch man den Himmel sieht.Für mich ist's eine sanfte Phantasie, mir neben dem höch-sten Berg, der so viel Himmel als Erde nimmt, einen klei-nern vorzustellcn, der sich in eine kleine Aussicht aufthut,die unserem Auge eine blaue Perspektive reicht, aus wel-cher unsere Hoffnung die Wölbung des Himmels bauet.
Jean Paul's auSgelv. Werke. V. 5