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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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m'cht, wie Menschen in alten Anfcrstchgcmälden, halb in derErde steckten, halb aber außer ihr und wenn dieses Eiö-lcben keine ^ercöc.- wäre nnd keine Ocffnung in

ein ewiges Blau hinaus hätte. . . . Amen!"

Ich Hab' aber der leidtragenden Versammlung noch zumelden, daß ich sie in den ersten April geschickt; dennder Todtc, dessen Leichenrede ich halte, bin ich wirklich sel-ber." ...

Aber hier umarmten ihn alle seine Freunde, um seinemgeistvollen Wahnsinne Schranken zu setzen und um ein soheftiges ächt-brittisches Herz an ihres zu drücken. Die Um-armung erwärmte alle seine kälten Wunden sanft und er wargeheilt, obwol erschöpft; das fremde Leben wuchs in seineshinein, und die Liebe überwand den Tod. Die Engländer,in deren Augen die Thränen einer doppelten Trunkenheitwaren, konnten sich kaum abreißen vom humoristischen Lieb-ling.

Klotilde, die mit ihren Freundinnen der Leichenrede imNebenzimmer zuhörte, hielt sie anfangs bittend ab, diesesaufzumachen. Aber als Viktor sagte:kalte Gestalt, richtedich auf und zeige den Menschen die Thränen, die aus ei-nem weichen Herzen fließen, das vor Liebe bricht" sonahm sie eilend von ihnen gute Nacht, weil sie über eine ihr

*) So nennt man eine hohe Felsenpyramidc neben dem Mont-blanc, in der ein Loch ist, wodurch man den Himmel sieht.Für mich ist's eine sanfte Phantasie, mir neben dem höch-sten Berg, der so viel Himmel als Erde nimmt, einen klei-nern vorzustellcn, der sich in eine kleine Aussicht aufthut,die unserem Auge eine blaue Perspektive reicht, aus wel-cher unsere Hoffnung die Wölbung des Himmels bauet.

Jean Paul's auSgelv. Werke. V. 5