„trunk voraus eingenommen, um alles auszuhalten: denn„im Nassen dehnt sich der Mensch aus, und im Trocknen„dorret er ein, ich meine durch feste Speisen, gleich dem Blut-egel, der außer dem Wasser vier Zoll kürzer ausfällt. Und„ich hoffe, ich und das tiefgebeugte Trauergefolgc haben dem„Hochseligen zu Ehren getoastet genug.
„Und so seh' ich denn vor mir ..."
— Hier winkte er dem Pfarrer seine Schlafmütze hin-znwerfen, damit etwas Todtes da läge, an das sich sein Af-fekt wenden könnte —
„vor mir da liegen, den unvergeßlichen H. Hofmedikus Se-bastian Viktor von Horion, und gestorben ist er und will„hinab unter das Erde-Zudcck, in die Stätte voll langer„Ruhe. Was sehen wir noch vor uns ruhen, als die Täucher-„glocke, worin die bedeckte Seele in dieses Dunstleben herein-„fank — als die trockne Schale eines Kerns, der erst in„einem zweiten Planeten gcsäet wird — als seine Hülle,„als, so zu sagen, die weggewvrfne Schlafmütze seines er-dachten Geistes?
„Besehet, weinende Zuhörer, diese figürliche blaffe Mütze!„Hier liegt sie, der Kopf ist heraus, der darin sann — un-„ser Viktor ist dahin und schweigt, der so oft sprach von„Mathematik, Klinik, Heraldik, Kautelarjurisprudenz, meüi-„ciua iore«8i8, Sphragistik und ihren Hülfwissenschaften. —„Wir haben viel an ihm verloren — wer tröstet Sie, vor-trefflicher H. v. Schlcuncs, über diese Einbuße, und so die„andern Herren auch? — Man hat aber in diesem närri-schen Leben, das wol eine Art von Vor-Tod sepn mag,„gar nicht so viel Zeit, um ordentlich zu trösten. Nicht blos