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„Sohnö (Flamins, der nach der allgemeinen Meinung noch„verschollen war) sa in den Händen Sr. Herrlichkeit stehe.„Auch zweifle er am Gewinnen der Fürstin nicht, da er„(der Doktor) bisher ihre Gunst besessen und sie ihn dem,,l). Kuhlpcppcr vorgezogen. Durch den Verlust KlotildcnS„und Agnola'S wären den Schlcuncsschen die Flügel be-schnitten." . . .
Schurke! hätte hier Flamin geflucht; aber Viktor, derglaubte, diesen moralischen Staubbesen verdiene nur ein gan-zes Leben, nie Eine Handlung, und der mit der größtenUnduldung der Laster eine zu große Duldung der Lasterhaf-ten verband, dieser sagte, aber mit mehr Hitze, als mannun vermuthcn wird: „o du gute Fürstin! die deutschen„Skorpionen sitzen um dein Herz und stechen es zur Wunde„und gießen als Balsam Gift in die Wunde, damit sie nie-mals heile! — Abscheuliche, abscheuliche Vcrläumduug!"Viktor lobte und verfocht gern seine Freunde zu lebhaft —und zwar aus Neigung zum Gcgentheil; denn da er bei sei-ner eignen Ehre die Bclobbricfe seines Gewissens denSchandgemälden der Welt ruhig und stumm entgegensetzte,so wär's zwar seine Neigung gewesen, die Ehre seinerFreunde so kalt zu verthcidigen wie seine eigne, aber eswar Gehorsam gegen sein Gewissen, es (trotz dem Gefühleder Entbehrlichkeit) mit der größten Wärme zu thun.
Das höfische und triumphircndc Lächeln Zeuscls wareine zweite Vcrläumdung; der Tropf hielt Viktor für einZifferblatt- oder Stundenrad bei der Sache und sich für denPerpendikel. Daher sagte Viktor mit einem aus Wehmuthund Stolz gemischten Unwillen: „meine Seele erhebt sich zu„weit über eure Hofklcinigkciten, über eure Hof-Spitzbübe-