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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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wahrer Witz, dünkt mich, muß sich wie das Christcnthumnicht in Worten, sondern in Werken offenbaren. Er sahunsere Thorheiten mit einem vergebenden Auge, mit humo-ristischen Phantasten und mit dem ewigen Gedanken an dieallgemeine Mcnschcnnarrhcit und mit schwcrmüthigen Schlüs-sen an. Sobald er den bösen Punkt ausnahm, daß Zcuselsich jedem Edelmann zum Micththier so lange, bis ihn die-ser zurückprügelte, vorstreckte, wie man in Paris Schooß-hunde zum Spazierengehen micthcn kann: so hatt' er gegendessen Eitelkeit, da sic zumal in andern Fällen gutmüthig,freigebig und oft sogar witzig war, wenig cinzuwendcn.Niemand ertrug Eitelkeit und Stolz liebreicher als er:washat denn der Mensch davon, sagt' er viel zu lebhaft, wenner kein Narr ist, oder wo soll er denn aushören, demüthigzu seyn? Entweder zu gut oder gar nichts müssen wirvon uns denken."

Viktor stattete also bei seinem Hausherrn zugleich einenfreundschaftlichen und einen ärztlichen Besuch mit seinertheilnehmcndcn Seele ab. Diese Gesinnung griff herrlichin den Plan dcö Apothekers ein, den Doktor anzuwcrbcn,damit er gegen Matzen diene.Dazu brauche ich nichts,/(sagte Zcusel zu Zeuscl), als daß ich ihn die Jntrigucn,die das Schleuuessche Haus gegen ihn spielet, sehen lasse,denn er ist ohne mich nicht raffinirt genug dazu." Denner hält überhaupt den Helden der Hundspvsttage dcr'sauch willig litt ein wenig für dumm, blos weil diesergutmüthig, humoristisch und gegen alle Menschen vertraulichwar. In der That gab ihm das Leben in der großen Weltzwar geistige und körperliche Gewandtheit und Freiheit,wenigstens größere; aber eine gewisse äußere Würde, die

Iran Panl'S ausgew. Wcrkc. V. 2