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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
Entstehung
Seite
16
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eincn Besuch beim Kreuzträgcr ab, an dessen Händen setztdaS vom Zorn rcifgcwärmte Chiragra glühte; er wollteweil er jeden Tadel seiner Unverschämtheit mit einer grö-ßer» beantwortete die gichtbrüchigcn Hände zu neuenKatzenpfoten machen, um frische Spaß-Kastanien aus demFeuer zu nehmen. Aber der Apotheker, dessen Herz nurklein, aber doch nicht schwarz war, fühlte sich zu sehr ge-kränkt, und als Matthicu über seine Klagen lachend undschweigend von ihm ging, ohne sich nur die Mühe einerEntschuldigung zu geben: so schwur der Chiragrist, ihnda haben wir wieder den Narren zu stürzen.

Tritt wieder auf, mein Viktor, ich sehne mich nachschönem Seelen, als dieses Gebrüder Narren da hat!-Niemand von uns lebt und liefet so in den Tag hinein, daßer nicht wüßte, in welcher biographischen Zcitpcriodc wirleben: eS ist nämlich 8 Tage vor Ostern, wo Zeusel aufdem Krankenbette und Klotilde auf dem Wege nach St.Lüne ist. Flamin hinterbrachte unscrm Viktor den Spaßmit dem kranken Zeusel. Er mißfiel ihm gänzlich, so wieihn Schriften wie der Antihypochondriakus, das Vademekumoder die mündlichen Erzähler gedruckter Späße die fade-sten aller Gesellschafter ekelten. Er konnte nie eineThierhatzc zwischen zwei Narren anlcgcn: nur der Entwurfeines solchen Schlachtstückü kitzelte seine Laune, aber nichtdie Ausführung, so wie er Prügelszcncn gern in Smollet(dem Meister darin) laS und dachte, aber niemals sehenmochte. Sogar von den Körper-BonmotS und Hand-Poin-ten am fremden Leibe dacht' er zu geringschätzig, die ich dochden stummen Witz (wie stumme Sünden) nennen möchte,und die das wahre attische Salz kleiner Städte sind; denn