eincn Besuch beim Kreuzträgcr ab, an dessen Händen setztdaS vom Zorn rcifgcwärmte Chiragra glühte; er wollte —weil er jeden Tadel seiner Unverschämtheit mit einer grö-ßer» beantwortete — die gichtbrüchigcn Hände zu neuenKatzenpfoten machen, um frische Spaß-Kastanien aus demFeuer zu nehmen. Aber der Apotheker, dessen Herz nurklein, aber doch nicht schwarz war, fühlte sich zu sehr ge-kränkt, und als Matthicu über seine Klagen lachend undschweigend von ihm ging, ohne sich nur die Mühe einerEntschuldigung zu geben: so schwur der Chiragrist, ihn —da haben wir wieder den Narren — zu stürzen.
Tritt wieder auf, mein Viktor, ich sehne mich nachschönem Seelen, als dieses Gebrüder Narren da hat! —-Niemand von uns lebt und liefet so in den Tag hinein, daßer nicht wüßte, in welcher biographischen Zcitpcriodc wirleben: eS ist nämlich 8 Tage vor Ostern, wo Zeusel aufdem Krankenbette und Klotilde auf dem Wege nach St.Lüne ist. — Flamin hinterbrachte unscrm Viktor den Spaßmit dem kranken Zeusel. Er mißfiel ihm gänzlich, so wieihn Schriften wie der Antihypochondriakus, das Vademekumoder die mündlichen Erzähler gedruckter Späße — die fade-sten aller Gesellschafter — ekelten. Er konnte nie eineThierhatzc zwischen zwei Narren anlcgcn: nur der Entwurfeines solchen Schlachtstückü kitzelte seine Laune, aber nichtdie Ausführung, so wie er Prügelszcncn gern in Smollet(dem Meister darin) laS und dachte, aber niemals sehenmochte. Sogar von den Körper-BonmotS und Hand-Poin-ten am fremden Leibe dacht' er zu geringschätzig, die ich dochden stummen Witz (wie stumme Sünden) nennen möchte,und die das wahre attische Salz kleiner Städte sind; denn