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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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heitern lichten Kopf nimmt sedeS fremde Witz- und Blitzworteinen größer» Schimmer an, wie Johanniswürmchen in de-phlogistisirter Luftart Heller glimmen.

Als Matthicu den Pfarrkutscher und den Lohnlakai derEngländer, den Blasbalgtreter Zcusel den Zwillingbruderdes Apothekers erblickte: erfand er etwas, das ich ebenerzählen werde. Der Apotheker mußte sich bekanntlich sei-nes leiblichen Bruders schämen, weil er ein bloßer Balgtre-ter war, und keinen andern Wind machte, als musikalischen und weil er ferner schlechte innere Ohren und außen garkeine hatte. Jedoch hatt' er sich wegen der letzten mit einemgerichtlichen Zeugniß gedeckt, das ihm nachrühmtc, daß erseine Schallmuscheln auf eine ehrliche Art durch einen Bader-verloren, der ihm von seiner Schwerhörigkeit helfen wollen.Aber sein Kopf war sein Ohr. Wenn er einen Stab an LenRedner oder an seinen Sessel hielt, oder wenn man geradeüber seinem Kopfe predigte: so hörte er recht gut. Hallererzählt ähnliche Beispiele, z. B. von einem Tauben, der alle-mal einen langen Stock an die Kanzel als Leiter und Stegder Andacht stieß. Seine Taubheit, die ihn eher zu einemhöchsten Staatsbedienten, als zu einem Lohnbedicntcn berief,wendete ihm gerade den Sieg über andere Wahlkandidatenzu, weil dem Kato dem ältern so hieß sich der lustigeEngländer seine närrische Stellung gefiel.

Der edle Matthieu, dessen Herz eine eben so dunkleFarbe hatte, wie seine Haare und Augen, hing die Drillingeals Köder-Würmchen an die Angel, um den Apotheker zwischenseinem und Flaminö Arm nach St. Lüne zu bringen. Zeusclging freudig mit und ahnete das Unglück nicht, das ihn er-wartete, Nämlich seinen Bruder, mit dem cr'ö schon seit vielen