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Theil 1 (1851)
Entstehung
Seite
321
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82t

Eilfter G esang.

81.

An Thate», würdig, daß man sie beschrieben,Fehlt's ihm gewiß in diesem Winter nicht;

Doch weil bis jetzt sie ganz verborgen blieben,Müßt ihr verzeih», wenn Meldung hier gebricht.Denn Roland fühlte stets sich mehr geiriebenZur Hebung tapfrer That, als zum Bericht;

Und nie vernahm man seiner Thaten Kunde,Wenn nicht ans gegenwärt'gcr Zeugen Munde.

8S.

Den Winter durch lebt er so eingezogen,

Daß man nichts Wahres je von ihm erfährt.Doch als die Sonne nun am HimmelsbogenDas milde Thier des PhriruS neu verklärt,

Und Zephyr fröhlich kommt herangezogenUnd süßer Frühling mit ihm wiederkehrt:

Da brechen auch Graf Rolands WunderthatenMt holden Blumen aus und neuen Saaten.

83.

Von Thal zu Berg, von Feld- zu Ufer-WegenZieht er umher in seinem Gram und Groll;

Da schallt am WaldeSeingang ihm entgegenEin langer Schrei, ein Aechzen, jammervoll.

Er spornt das Roß, ergreift den treuen Degen,Und eilt dahin, woher der Laut erscholl.

Allein ich will auf andre Zeit versparen,

Was jetzt erfolgt, wünscht ihr es zu erfahren.Ariosto l. --— 2Il

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