Druckschrift 
Theil 1 (1851)
Entstehung
Seite
253
Einzelbild herunterladen
 

283

Neunter Gesang.

90 .

Und also, da er anlangt auf den WeitenDer hohen See, fern aller Ebb' und Flut,

Wo ringsumher der Blick, nach allen Seiten,

Nicht auf der kleinsten Spur vom Lande ruht,

Nimmt er's und spricht: Daß nie in künst'gen ZeitenDurch dich gelähmt werd' eines Ritters Muth,Durch dich der Schlechte nicht sich rühm', an EhreDen, Wackern gleich zu stehn, fahr' hin zum Meere!

91 .

Verfluchtes Rohr, zu Sünd' und Mord erkoren,Geschmiedet in des Orcus tiefstem GrundVon Satans tück'schen Händen, der geschworenDurch dich ganz zu verwüsten dieses Rund —

Zur Hölle send' ich dich, die dich geboren!

So redend, warf er's in den Meeresschlund.

Der Wind, nie faul die Schwingen zn bewegen,Treibt ihn indeß dem grausen Land' entgegen»

92 .

Ihn quält, zu wissen, ob auf jenem Strande,Zu dem er eilt, die Jungfrau möge seyn,

Weit lieber ihm als alle Weltenlande,llnd ohne die kein Tag ihm kann gedeih».

Er fürchtet, wen» er in Hibernien lande,

Trci' irgend eine neue Storung ein,

Daß er von sich den Vorwnrf dann empfange:Ich Armer, ach! was zaudert' ich so lange!